Pauline Harmange

Ich hasse Männer

Cover: Ich hasse Männer
Rowohlt Verlag, Hamburg 2020
ISBN 9783499006753
Taschenbuch, 112 Seiten, 8,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Nicola Denis. Pauline Harmange hasst Männer - und zwar alle bis auf ihren Ehemann. In ihrem appelliert sie an alle Frauen, sich nicht mehr darum zu scheren, was sie in einer männerdominierten Umwelt vorfinden. Dabei ist ihr Buch keineswegs ein Aufruf zur Gewalt, sondern eine Aufforderung zum Umdenken: Frauen sollten das Recht haben, Männern misstrauisch zu begegnen. Denn dieser Perspektivwechsel kann ein emanzipatorischer und freudvoller Umgang mit einer Welt sein, die noch immer von Ungleichheiten in den Geschlechterbeziehungen geprägt ist, eine Möglichkeit der Befreiung in ein selbstbestimmteres Leben, in dem mehr Raum für weibliche Solidarität und mehr Verschwesterung sein sollte.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 28.11.2020

Rezensentin Eva Biringer bekommt genau das, was der Titel verspricht mit Pauline Harmanges Buch. Dass die Autorin gleich sämtliche Männer über die Klinge springen lässt und ihnen schlechte Absichten unterstellt, wenn sie sich als Feministen bezeichnen, muss Biringer erst einmal verdauen. Gibt es nicht auch liebevolle Männer? Harmanges knallharte Misandrie möchte Biringer am liebsten dahingehend begreifen, dass so ein Extrem schlussendlich zur Vernunft führt. Denn: Auch die Kommunikationswissenschaftlerin Harmange führt eine lange, glückliche Ehe.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.11.2020

Halb fasziniert, halb verärgert bespricht Rezensentin Ingeborg Harms dieses Pamphlet der französischen Bloggerin, das in Frankreich Furore gemacht hat. Ihre "Flammenrede" sei ein Stück weiblicher Selbstermächtigung, erkennt sie durchaus gutwillig. Aber dann schmeckt der Kritikerin dieser Männerhass - im Buch sozusagen beglaubigt durch persönliche Erfahrung und aus Erlebnissen der Autorin in einer Frauenberatung - zu sehr nach einer Spiegelung des Frauenhasses der Männer. Und sie ist auch irritiert durch einen gewissen Subtext, den sie entdeckt, der nämlich den Männern übel nimmt, dass sie ihre traditionelle Schutzfunktion gegenüber Frauen aufgegeben haben. Die Kritikerin hofft auf mehr Differenzierung und selbstkritische Reflexion im nächsten Buch.