Aus dem Amerikanischen von Britta Mümmler. Dass Rann Colfax etwas Besonderes ist, merken seine Eltern schon kurz nach seiner Geburt: Er ist hochbegabt. Durch seine Intelligenz und Aufgewecktheit macht sich der Junge jedoch wenig Freunde und wächst als Einzelgänger auf. Also beschließt sein Vater, mit dem Sohn um die Welt zu reisen, damit dieser neue Eindrücke gewinnen und seinen Horizont erweitern kann. Doch noch bevor die Reise stattfinden kann, stirbt der Vater. Wissensdurst und Neugier treiben Rann allein in die weite Welt. Auf Stationen in England, New York, Korea und Paris lernt er die Unwägbarkeiten des Lebens kennen - und schließlich auch die Liebe.Das Manuskript zu diesem Roman wurde im Winter 2012 zufällig in einer verlassenen Lagerhalle in Texas entdeckt. Die Finderin gab das kostbare Stück an Bucks Adoptivsohn Edgar Walsh, der sich um den Nachlass der Schriftstellerin kümmert. Er vermutet, dass seine Mutter diesen letzten Roman kurz vor ihrem Krebstod im Jahr 1973 beendete.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.01.2016
Rezensentin Lena Bopp zeigt sich enttäuscht von diesem späten Findling, einem wiederentdeckten Roman von Pearl S. Buck, auch wenn es sie in manchem an die großen Texte der Autorin erinnert. Motive wie der Koreakrieg und ein Leben zwischen dem chinesischen und dem amerikanische Kulturkreis kommen ihr jedenfalls bekannt vor. Überzeugen kann sie der Text dennoch nicht, und zwar, weil er die in ihm aufgeworfene Frage nach dem Wesen der Bestimmung nicht beantworten oder auch nur angehen kann. Stattdessen bleibt die Hauptfigur holzschnittartig, eigenschaftslos und wie Teil einer Versuchsanordnung, meint Bopp. Wo aber Zumutungen und Leidenschaften fehlen, findet sie, wird keine Entwicklung sichtbar, und die braucht ein Entwicklungsroman nun mal, glaubt Bopp.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015
Mit Pearl S. Bucks erst 2012 entdecktem und nun postum veröffentlichten Roman "Die Welt voller Wunder" hat Rezensent Harald Eggebrecht ein paar Probleme. Der Entwicklungsroman über den hübschen, durch die Welt reisenden und aus gutem Hause stammenden Schriftsteller Randolph erscheint dem Kritiker ein wenig altmodisch, zwar leicht zu lesen, aber schließlich doch zu "schlacken- und kantenlos". Die Figuren sind Eggebrecht allesamt zu glatt und geheimnislos; und sogar die geschilderte Problematik über "Mischlingsehen" in den USA geht bei all den Oberflächlichkeiten unter, klagt der Kritiker. Britta Mümmlers deutsche Übersetzung findet er immerhin "annehmbar".
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