Peter Jay

Das Streben nach Wohlstand

Die Wirtschaftsgeschichte des Menschen
Cover: Das Streben nach Wohlstand
Propyläen Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783549071243
Gebunden, 480 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Udo Rennert und Friedrich Mader. Fusionsrausch, explodierende Aktienmärkte, Buhlen um qualifizierte Arbeitskräfte - kein Zweifel: Die Wirtschaft regiert die Welt, Profit scheint mehr denn je eine der Triebfedern menschlicher Existenz zu sein. Und in der Tat: Als Homo oeconomicus haben wir uns auf der Erde ausgebreitet, von Anfang an war jeseits des nackten Überlebens Wohlstandsmehrung unser Bestreben. Doch was veranlasste unsere Ahnen, sesshaft zu werden und Überschüsse zu produzieren? Warum waren einige Zivilisationen erfolgreicher als andere? Gaben Zufall oder Planung, Klima oder Rasse, Wissen oder Macht den Ausschlag? Welche Rolle spielten Weltanschauung und Religion? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Bevölkerungswachstum und Wohlstandsstreben? Welche moralischen und praktischen Grenzen sind unserem Drang nach immer mehr gesetzt?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2001

Paul Nolte stellt zunächst einmal eine "neue Blütezeit" in der Geschichtswissenschaft für das Schreiben von weltgeschichtlichen Untersuchungen fest, wozu auch dieses Buch über Wirtschaftsgeschichte von ihren Anfängen bis zur Gegenwart zählt. Der Rezensent lobt das Buch, das sich an Laien wendet, "leicht und flüssig" geschrieben zu sein. Außerdem findet er es gut, dass der Autor trotz einer verständlichen Konzentration auf ökonomische Entwicklungen im Westen auch andere Länder wie China und arabische Länder" nicht "zu kurz kommen" lässt. Nach diesem Lob aber geht der Rezensent ans `Eingemachte` und nun hagelt es Minuspunkte: Nolte kritisiert die "analytischen Werkzeuge" Jeys als dem Gegenstand nicht angemessen und bemängelt besonders ein fehlendes "historisches Konzept" bei der Betrachtung der Marktwirtschaft und des Kapitalismus. Die Vorstellung des Autors, das Streben nach Wohlstand sei ein menschlicher Trieb, findet er hanebüchen und zudem wissenschaftlich überholt. Er vermisst in dieser Studie "präzise Definitionen" und meint, dass Jey vieles zu simpel sieht und damit dem Gegenstand auch die Spannung nimmt.
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