Herausgegeben von George Kalandia. Mit Beiträgen von Kote Jandieri und Vadim Zakharov. Sowjetunion 1937. Der 29-jährige georgische Künstler Petre Otskheli wird verhaftet und unter einer konstruierten Anklage wegen Landesverrats hingerichtet. Trotz seines frühen Todes hat Otskheli mit seinem szenografischen Konstruktivismus die Film- und Theaterlandschaft der Avantgarde geprägt. Das Geheimnis der Einfachheit und Monumentalität von Otskhelis Werken liegt in seinen Verweisen auf die Natur als Quelle der Fortbildung. Der Band stellt diese Arbeiten vor und dokumentiert erstmalig das Verhör des Künstlers vor seiner Hinrichtung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2019
Rezensentin Kerstin Holm hebt einen Schatz mit diesem "bibliophilen" Bildband des ciconia ciconia Verlages, der den georgischen, 1937 im Alter von nur dreißig Jahren vom sowjetischen Geheimdienst NKWD erschossenen Bühnenbildner Petre Otskheli auch hierzulande bekannter machen will. Fasziniert betrachtet die Kritikerin die "futuristischen" Zeichnungen und Bühnenentwürfe, die sie mitunter an "Superman-Ästhetik" erinnern. Allein die Entwürfe für Schillers "Die Räuber" am Theater von Tiflis zeigen der Rezensentin die ganze avantgardistische Expressivität des Theaterkünstlers.
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