Philipp P. Metzger

Wohnkonzerne enteignen!

Wie Deutsche Wohnen & Co ein Grundbedürfnis zu Profit machen
Cover: Wohnkonzerne enteignen!
Mandelbaum Verlag, Wien 2021
ISBN 9783854766957
Taschenbuch, 294 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Wer die Veränderungen des Immobilienmarktes verstehen will, darf von der Finanzialisierung der letzten Jahrzehnte nicht schweigen. Philipp P. Metzger analysiert die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes und den Aufstieg der Wohnimmobilien-AGs, allen voran Deutsche Wohnen und Vonovia. Getrieben vom neoliberalen Irrglauben, dass der Markt alles regeln könne, wurde der soziale Wohnungsbau privatisiert und der Neubau eingestellt. Die ehemals öffentlichen Wohnungsgesellschaften wurden billig an Finanzakteure verscherbelt, gleichzeitig wurde unter dem Druck von Lobbyisten der Finanzmarkt liberalisiert. Für die MieterInnen bedeutete diese Entwicklung explodierende Mieten, Wohnungsnot und Verdrängung. Darüber hinaus sind die neuen Wohnkonzerne auch gewerkschaftsfeindlich und begehen Tarifflucht. Aber die unkontrollierten Auswüchse der Spekulation am Wohnungsmarkt treffen vermehrt auf Widerstand. Überall im Bundesgebiet entstehen MieterInneninitiativen und Kampagnen. Selbst die Forderung nach Enteignung der großen Wohnkonzerne findet in breiten Teilen der Gesellschaft inzwischen Gehör. Metzger zeigt, warum die Misere am Wohnungsmarkt kein Zufall ist, sondern eine bewusste politische Entscheidung war - und in welche Richtung eine andere, demokratische und soziale Wohnpolitik gehen müsste.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2021

Birgit Ochs empfiehlt das Buch des Politologen Philipp P. Metzger als Hintergrundinfo zum Volksbegehren "Deutsche Wohnen und Co. enteignen". Die Nüchternheit und der Kenntnisreichtum der Darstellung gefallen ihr gut. Zu erfahren ist laut Rezensentin, wie es zum Ausverkauf auf dem Wohnungsmarkt und zur Agglomeration großer Wohnraumbestände bei einzelnen Investoren kam. Quellenreich analysiert der Autor die Aktivitäten der großen Wohnkonzerne, so Ochs. Die ebenfalls im Buch nachzulesenden Beiträge weiterer Autoren über Alternativen zur Enteignung findet Ochs insgesamt weniger überzeugend.
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