Mit 54 farbigen Abbildungen. In Robert Blums Leben und Tod spiegeln sich die Hoffnungen und Niederlagen einer ganzen Epoche. Der Aufstieg vom arbeitslosen Handwerksgesellen zu einem der einflußreichsten Politiker der Revolution von 1848 hat schon die Zeitgenossen außer Atem gesetzt. Seine Hinrichtung am 9. November 1848 schockierte das ganze Land und machte Blum endgültig zum Mythos. Es ist der einzige schwarz-rot-goldene Mythos, den die deutsche Geschichte bereithält.
Geradezu befreit wirkt Rezensent Volker Ullrich, dass mit Ralf Zerbacks Biografie des deutschen Demokraten Robert Blum nun endlich einer bedeutenden Figur des Freiheitskampfs von 1848 gedacht wird. Zerback, ein Schüler des Frankfurter Historikers Lothar Gall, überzeugt nicht nur mit pointierten Beobachtungen und einem ausgeprägten Talent für Dramaturgie, auch sprachlich ist das Buch überaus brillant, so der Rezensent hocherfreut. Der Autor mache aus seiner Bewunderung für Blum keinen Hehl, hüte sich aber vor unkritischer Heldenverehrung. Zerback zeichnet den Politiker als passionierten Volksvertreter einerseits, als Pragmatiker andererseits und schafft damit ein lebendiges Bild eines heute zu Unrecht fast vergessenen Abgeordneten der Paulskirche, so der Rezensent. Gäbe es einen Preis für die beste Biografie eines jungen Historikers, Ullrich würde ihn fraglos dem Autor für diese Leistung verleihen.
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