Konkurrenz ist allgegenwärtig, auch in der Kunst. Die verschiedenen Spielarten von Konkurrenz, vom freundschaftlichen Kräftemessen bis zum Verdrängungswettbewerb, sind der spannende Gegenstand verschiedener Fallstudien in diesem Buch. Deren Lektüre schärft die Sichtweise für so manches bekannte Werk, indem es unter dem Blickwinkel von Konkurrenz neu interpretiert wird. Kunstimmanente Vorgänge wie Motivwahl und Motivgeschichte, Stilbildung sowie Paradigmenwechsel werden unter diesem Aspekt sehr viel klarer erkannt. Auch die Steuerung von Geschmack, die Mechanismen von Ausstellungen, staatlichem Kunstbetrieb und Kunstmarkt gehören dazu, sowie das Verhindern von Konkurrenz.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2007
Wenn Andreas Strobl keine Luftsprünge macht, liegt das nicht so sehr an den Bemühungen Renate Prochnos, als daran, dass sich über Kunst als Ergebnis von Konkurrenz generell nur schwer etwas sagen lässt. Den Fehler, Kunst als evolutionären Vorgang zu beschreiben, macht Prochno immerhin nicht, wie Strobl betont. Stattdessen legt sie den Finger auf die Wunde: Am Beispiel von Rubens und seinem Schüler Van Dyck wird dem Rezensenten die Problematik einer Bewertung unter Berücksichtigung von Konkurrenz vor Augen geführt. Allerdings hätte Strobl gern mehr über den Umgang der Kunstwissenschaft mit den beiden Kontrahenten gelesen. Von der Art etwa, wie Prochno mit Reynolds und Gainsborough verfährt und Legenden entlarvt. Wie genau Konkurrenz in der Kunst zu bemessen sei, bleibt für den Rezensenten Strobl letztendlich unklar. Anhand der Zusammenstellung ihrer Formen jedoch vermag er sie als "Katalysator mancher Entwicklung" zu begreifen.
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