Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition. Dabei sind die Herausforderungen, an denen die Ampel krachend gescheitert ist, dieselben geblieben: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration und Aufrüstung der Bundeswehr. Ist Friedrich Merz, der bislang keine Regierungserfahrung hat und schon angeschlagen sein Amt antritt, seiner Aufgabe gewachsen? Und was muss er aus dem Desaster der Ampel lernen, um die vielleicht letzte Chance zu nutzen, unsere Demokratie vor dem endgültigen Aufstieg der extremen Rechten zu bewahren? In dieser entscheidenden Phase der deutschen Politik erzählt Robin Alexander die Geschichte hinter den Kulissen: von Merz' Tabubruch mit der AfD und Geheimgesprächen mit Olaf Scholz bis hin zum Drama um das Billion-Schuldenpaket. Sein Buch zeigt, warum die politisch Handelnden in einer zersplitterten Parteienlandschaft und einer aufgeheizten Öffentlichkeit immer weniger imstande sind, die großen Herausforderungen zu bewältigen.
Mit Wonne gibt sich Rezensent Alexander Cammann in seiner Kurzkritik der "Alexander-Technik des Hinter-den-Kulissen-Erzählens" hin. Im Grunde tue der bekannte Politikjournalist nur so, als würde er Sachbücher schreiben, in Wirklichkeit bereite er Faktenmaterial zu Politromanen auf. Cammanns Kritik ist kurz: Ganz verständlich kann er nicht machen, ob Friedrich Merz tatsächlich zum Romanhelden taugt. Aber das Buch ist unterhaltsam, gut für den Strand, schließt Cammann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2025
Interessantes Buch, vor allem für Friedrich Merz, meint der hier rezensierende Historiker Florian Keisinger, der hier von Robin Alexander, dem stellvertretender Welt-Chefredakteur, am Beispiel der Ampel erklärt bekommt, wie man besser nicht regieren sollte. Aber auch Merz bekommt sein Fett weg, vor allem weil er vor der Bundestagswahl wider besseres Wissen schlichtweg geleugnet habe, dass die Schuldenbremse ausgesetzt werden muss. Dieses Umdenken beschreibt Alexander dem Rezensenten "detail- und anekdotenreich", auch wenn der Autor zugeben müsse, dass die AfD mit ihrer Klage gegen die Aufhebung der Schuldenbremse noch erfolgreich sein könnte. Aber dass Merz Fehler korrigieren und umdenken kann, rechnet Alexander ihm an, erzählt der Kritiker, der selbst dazu keine Meinung zu haben scheint.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…