Aus der Gegenüberstellung von eigenen Fotos und Werken arabischer, türkischer, persischer und indischer Buchmalerei gelingt es den Autoren, ebenso reizvolle wie verblüffende Spiegelbilder aus dem islamischen von einst und heute zu erschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2004
Regelrecht bezaubern ließ sich die Rezensentin mit dem Kürzel "as" von diesem Bildband des Fotografenpaares Roland und Sabrina Michaud, einem richtigen Gesamtkunstwerk, das Kunst und Fotografie zusammenbringe. Das Prinzip ist folgendes, erläutert "as": einer Miniaturmalerei wird jeweils eine Fotografie mit einem oft fast identischen oder ähnlichen Sujet zur Seite gestellt. Erstaunliche Korrespondenzen ergeben sich dabei, staunt die Rezensentin auch über den großen Fundus der Michauds, der mit Aufnahmen ihrer bald 50 Jahre währenden Reisetätigkeit bestückt ist. Wo soviel Zauberhaftes erblickt wird, nimmt es kaum Wunder, dass den Herausgebern eine "romantisierende Tendenz" nicht abgesprochen werden kann. Das Konzept des Fotografenpaares empfindet "as" als "inszenierte Zeitlosigkeit", die so manchen Betrachter durchaus irritieren dürfte. Die Einbrüche der Moderne in Landschaften und Lebenswelten der islamischen Welt wie auch die sozial-politischen Konfliktpotenziale dieser Gesellschaften bleiben ausgeblendet, stellt "as" nüchtern fest.
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