Klappentext

Zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins: Rüdiger Safranskis Biografie über den großen unbekannten Dichter. Dies ist die Geschichte eines Einzelgängers, der keinen Halt im Leben fand, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde: Friedrich Hölderlin. Als Dichter, Übersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolutionär lebte er in zerreißenden Spannungen, unter denen er schließlich zusammenbrach. Erst das 20. Jahrhundert entdeckte seine tatsächliche Bedeutung, manche verklärten ihn sogar zu einem Mythos. Doch immer noch ist Friedrich Hölderlin der große Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur. Der 250. Geburtstag im März 2020 ist eine gute Gelegenheit, sich ihm und seinem Geheimnis zu nähern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.10.2019

Dem Rezensenten Eberhard Geisler zufolge erinnert Rüdiger Safranski die Deutschen mit seiner Hölderlin-Biografie im besten Sinne an sich selbst. Über die Frage, worin für Hölderlin das "göttliche Feuer" bestanden habe, erschließe er sich das ganze Werk des berühmten Dichters und räume auch mit der Deutung auf, sein Spätwerk sei sinnentleert, erzählt der faszinierte Kritiker. Das bewegte Leben Hölderlins erscheint dem Rezensenten nun umso beeindruckender, da er umfassend in dessen politische Haltung und seine spätere Geisteskrankheit eintauchen durfte. Geisler wünscht diesem wertvollen Buch viele Leser*innen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.10.2019

Hedwig Richter schätzt Rüdiger Safranskis Hölderlin-Biografie für ihre Konventionalität. Dass der Autor nicht auf originelle Thesen zielt, sondern auf die Beschreibung des Feuers, das in Hölderlin und seinem Werk brennt, gefällt Richter. Meisterlich scheint ihr Safranskis mit Versen gespickte Erzählung vom Aufbruch in die Moderne zwischen Neckar und Rhein. Über Hölderlins Herkunft, die Landschaft um Tübingen und das Triumvirat Hölderlin, Hegel, Schelling erzählt der Autor laut Richter differenziert, ohne sich auf politische Motive festzulegen oder auf die Verzweiflung Hölderlins. Der erscheint hier als moderner Mensch in "seiner Zerrissenheit und seiner Schönheit", so Richter.
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