Wie Geschäftsideen vom Rand ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und Manager von diesem Prinzip profitieren können, ist Thema dieses faszinierenden Buches. Der Trick besteht darin, vom Rand aus zu denken. Das wahre Geschäft schlummert irgendwo - ungeformt, ungezähmt, roh. Um das Prinzip nutzen zu können, müsse man sich "ständig Ideen und Menschen aussetzen, die fremdartig und unbequem sind, zuweilen sogar gefährlich". Von Leonardo bis zur Computermaus beweisen zahlreiche Beispiele: dem Ungewöhnlichen gehört die Zukunft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2004
Jutta Gröschl hat das Buch über die Quelle von Innovationen durch von der Norm abweichendes Denken mit Interesse gelesen, letztlich aber doch eine Menge daran auszusetzen. Die amerikanischen Autoren, beide Zukunftsforscher in einem amerikanischen Unternehmen für Trendanalysen, wollen eine "Bresche für Andersdenkende schlagen", stellt die Rezensentin zunächst zustimmend fest. Denn die Autoren argumentieren überzeugend, dass nur abweichendes Denken zu Innovationen führt, was dann auch zu wirtschaftlicher Weiterentwicklung beitragen kann. Leider, bedauert Gröschl, haben Ryan Mathew und Watts Wacker ihre durchaus plausiblen Thesen mit derart vielen Beispiele "überfrachtet", dass die einzelnen Fälle völlig untergehen. Dadurch komme auch die "praktische Anwendbarkeit" in Unternehmen zu kurz, und Führungskräfte, die in ihren Unternehmen "Andersdenkende" fördern und unterstützen wollten, könnten in der "Fülle der theoretischen Argumentationsaspekte" die "nützlichen Hilfen" kaum ausmachen, die die Autoren dafür anbieten, so die Rezensentin etwas enttäuscht.
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