In diesem interdisziplinären Band versammelt sich ein Teil der derzeitigen europäischen Forschung zur Prostitution. Diese Forschung bemüht sich nicht länger um die Erkundung sexueller Devianzen, vielmehr geht sie davon aus, dass Prostitution in die jeweilige Gesellschaft und Kultur eingebettet ist. In den Beiträgen wird deutlich, wie das historisch gewachsene und geschlechtlich kodierte Wissen über Sexualität, aber auch über Geld, Handel, Raum oder Visualität auf die Prostitution und ihre jeweiligen Repräsentationen einwirkt und durch sie reproduziert wird. Mit Beiträgen u.a. von Christina von Braun, Martina Löw und Bettina Mathes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.05.2007
Als sehr aufschlussreich lobt Antje Schrupp diesen Sammelband zur Geschichte und Gegenwart der Prostitution. In den Beiträgen schlagen sich die beiden großen Positionen - Verbot versus Akzeptanz - nieder, berichtet Schrupp, wobei sie interessant findet, dass die Vertreter der jeweiligen Positionen in sämtlichen politischen Lagern zu finden seien. Der Schwerpunkt des Bandes liegt ihren Informationen zufolge jedoch auf den kulturellen Vorstellungen von der Prostitution, und hierbei im 19. Jahrhundert. Allerdings ist sie sehr dankbar, dass nicht nur die Seelenlage "gefallener Mädchen" eruiert wird, sondern auch Tiefeninterviews Einblicke in die Beweggründe von Freiern gibt.
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