Ein Politiker und ein Intellektueler diskutieren die zentralen Fragen der Menschheit und Alternativen für die Zukunft: José Pepe Mujica, ehemaliger Präsident Uruguays, der durch seine sozialpolitischen Maßnahmen internationale Popularität erlangt hat. Und Noam Chomsky, einer der bekanntesten US-amerikanischen Intellektuellen. Entstanden ist ein Gedankenaustausch über die Folgen des Klimawandels, die Übel der Politik, Korruption, Populismus, die Krise des Kapitalismus und vieles mehr. Angesichts des drohenden zivilisatorischen Zusammenbruchs verweisen Chomsky und Mujica auf die Werte, die einen nachhaltigen Wandel herbeiführen können: Demokratie, Freiheit und ein Leben mit Sinn, Liebe und Freundschaft als Pfeiler einer neuen Zukunft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.05.2025
Michael Hesse empfiehlt Saul Alvídrez' Buch gerade in Krisenzeiten und als ebenbürtige Alternative zum gleichnamigen Dokumentarfilm, ebenfalls von Alvídrez. Film und Buch bilden beide ein Gespräch zwischen dem US-Intellektuellen Noam Chomsky und dem ehemaligen uruguayischen Präsidenten Pepe Mujica ab, die eine lange Freundschaft verbindet und die sich hier über Gott und die Welt unterhalten, nur ohne Gott, so Hesse: es geht um die Zukunft der Linken und der Menschheit, um den Klimawandel, die autoritäre Welle und sämtliche historische Baustellen, wobei der "Parforceritt" auch manchmal zu kühnen Deutungen führe: So warte vor allem Chomsky mit historisch eher wenig tragbaren Thesen zur weltpolitischen Bedeutung der Stalin-Noten nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf, und auch die Kuba-Krise werde kurzerhand als "Reaktion" der Sojwets auf John F. Kennedy als "besessener Aufrüstungsfetischist" eingeordnet. Dass der Kritiker hier bei Weitem nicht allem zustimmt, was gesagt wird, findet er aber gar nicht schlimm, im Gegenteil: ein Buch, das "an- und auch ein bisschen aufregt" und gerade deshalb eine produktive Lektüre, schließt Hesse.
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