Mit Zeichnungen der Autorin. Sharon Dodua Otoo gewann mit ihrer ersten auf Deutsch geschriebenen Erzählung 2016 den Ingeborg Bachmann-Preis gewann: Otoo wurde zur charismatischen Sprecherin eine neuen Generation: Schwarz, selbstbewusst, feministisch. Vier Jahre später hielt Otoo selbst die Eröffnungsrede zum Ingeborg Bachmann-Preis: "Dürfen Schwarze Menschen Blumen Malen?" Ihre Mischung aus Polemik und Humor, Gesellschaftskritik und Empathie sorgte wieder für Furore. Das neue Buch vereinigt beide Texte mit einem weiteren, einer imaginären Reise mit den Eltern nach Klagenfurt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.08.2022
Rezensentin Miriam Zeh findet Sharon Dodua Otoos hier versammelte Texte höchst anregend. Was allen Arbeiten der Autorin, von ihrem Klagenfurter-Wettbewerbstext bis zum erstveröffentlichten "Härtere Tage" laut Zeh eigen ist, ist eine Hinterfragung von sprachlichen Konventionen. Dass bei Otoo ein Frühstücksei zum Ich-Erzähler reift und radikale Vergleiche für Verblüffung sorgen, findet Zeh inspirierend, da es die Perspektivik des Deutschen hinterfragt und an seine potenzielle Veränderbarkeit appelliert.
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