Shila Behjat

Söhne großziehen als Feministin

Ein Streitgespräch mit mir selbst
Cover: Söhne großziehen als Feministin
Carl Hanser Verlag, München 2024
ISBN 9783446278080
Gebunden, 200 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Lässt sich Feminismus mit der Erziehung von Söhnen vereinen? Ihren Feminismus hat Shila Behjat durch unzählige Erfahrungen erlernt und sie kämpft für eine Welt, in der Männer nicht länger das Maß aller Dinge sind. Nun ist sie Mutter zweier Söhne - die im Alltag so manches Rollenmuster ins Wanken bringen. Persönlich und ungemein berührend erzählt Behjat anhand ganz alltäglicher Situationen, wie das Leben mit zwei heranwachsenden Jungs ihre feministische Haltung verändert hat - und verortet ihre Erfahrungen und Gedanken in den Debatten unserer Zeit. Auf diese Weise stellt sie sich lange vernachlässigten Fragen der Gleichberechtigung, die nicht nur Eltern, sondern die Gesellschaft als Ganze angehen. Ein konstruktives, selbstkritisches und sehr bewegendes Debüt, das zeigt: Es ist Zeit für ein Streitgespräch - mit uns selbst!

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.03.2024

Shila Behjat fragt sich in diesem Essay, wie man es schafft, seine Söhne feministisch zu erziehen, erklärt Rezensentin Eva Behrendt: Die Söhne sind jetzt neun und elf, Behjat selbst stammt aus einer Familie mit einer deutschen Mutter und einem iranischen Vater, sie strengt sich an, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Was bedeutet das aber für ihre Söhne? Muss sie Angst haben, dass sie von "Super-Power-Girls" untergebuttert werden oder fördert sie, wenn sie ihnen beisteht, unerwünschtes männliches Gehabe? Behrendt hätte sich gewünscht, dass die Autorin an dieser Stelle mehr darauf eingeht, ob Jungs in der Schule wirklich benachteiligt werden und wie gute Vorbilder für sie aussehen können, insbesondere, was die Rolle ihrer Väter betrifft. Die Probleme, die Behjat in der Leistungsgesellschaft sieht, gelten nach Meinung der Kritikerin schließlich für alle.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2024

Wie erzieht man als Feministin einen Sohn? Dieser Frage stellt sich Shila Behjat mit einer Mischung aus autobiografischen Beobachtungen, feministischen Netzdiskussionen und den Früchten ihrer "intersektionalen Kanonlektüre", erzählt Rezensentin Meredith Haaf. Welche Auswirkungen das nun auf die Erziehungspraxis hat, erfährt Haaf leider nicht. Behjat kreist vor allem um sich und um die eigene Identität. Haaf nimmt ihr das nicht weiter übel, aber sonderlich interessant scheint sie es auch nicht zu finden.

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