Behütet und umsorgt wächst der kleine Shlomo Graber, fernab vom damaligen Weltgeschehen, im Kreise seiner drei jüngeren Geschwister in einem ungarischen Städtchen auf. Sein weiser Großvater und seine liebende, fürsorgliche Mutter prägen die glücklichen Kinderjahre des Jungen.
Er ist 14 Jahre alt, als sein Leben eine tragische und völlig unerwartete Wendung nimmt: Er und seine Familie werden von den Nazis deportiert.
Mit seinem unbändigen Lebenswillen, einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst, aber auch mit Nächstenliebe und manchmal gar mit Humor überlebt der Jugendliche in den folgenden Jahren drei Konzentrationslager.
Shlomo und sein Vater werden am Ende des Zweiten Weltkriegs als einzige Überlebende der Familie befreit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.01.2017
Robert Probst wirft einen Blick auf eine Reihe neuerer Erinnerungsbücher, in denen sich die letzten Überlebenden des Holocaust zu Wort melden. Neben den Büchern von Robert Fisch und Eva Mozes Kor fällt ihm besonders bei Shlomo Graber auf, dass sich Ton und Botschaft verändert haben. Früher waren die Geschichten der Überlebenden nüchterner und direkter, heute steht im Vordergrund, ein Vermächtnis an die Jugend weiterzugeben. Und dieses Vermächtnis, bemerkt Probst, habe sich ebenfalls verändert. Es gelte nicht mehr das "Nie wieder!", sondern eher der Appell an die Menschlichkeit, nicht zu hassen. Bei Graber, meint der Rezensent, gewinne diese Botschaft, mit Pathos vorgetragen, eine besondere Kraft.
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