Was passiert um uns herum? In welcher Welt werden unsere Kinder und Enkel leben? Was können wir tun, damit sie frei und selbstbestimmt aufwachsen können? Sigmar Gabriel sieht als langjähriger sozialdemokratischer Spitzenpolitiker, vor allem aber als Vater von zwei kleinen Töchtern, mit Sorge, dass es für viele Menschen von Seiten der Politik und Wirtschaft keine glaubwürdigen Versprechen mehr gibt. Mit zunehmender Globalisierung, Digitalisierung und dem Erstarken des Nationalismus wächst auch ihre Zukunfts- und Abstiegsangst. In seinem bislang persönlichsten Buch beschreibt er die großen Herausforderungen für die Gesellschaft und für seine Partei und entwirft eine Vision für eine bessere Zukunft. Die großen Errungenschaften und Vorzüge des letzten Jahrhunderts scheinen immer weniger gesichert: das stabile Gesellschaftsmodell, das auf wirtschaftlichen Wettbewerb und ökonomischen Erfolg ebenso setzt wie auf sozialen Ausgleich und damit Wohlstand für alle versprach - die soziale Marktwirtschaft, die Vorteile eines freien Welthandels, die weltweiten Erfolge deutscher Industrie, die europäische Einigung, das Schutzschild der NATO und ihrer Führungsmacht USA.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2020
Joachim Käppner wird schnell klar, dass Sigmar Gabriel sich für das Zentrum des Universums hält, wenn er über Klimawandel, Friedenspolitik, Marktwirtschaft und die sozialdemokratische Vision schreibt. Dass Gabriel am besten über sich selbst schreibt, macht das Buch für Käppner immer dann interessant, wenn Gabriel seinen Aufstieg in die Politik mit Kritik an der SPD und durchaus auch mit gelinder Selbstkritik verbindet. Meist jedoch klingt Gabriel wie ein Manager, der eigene Fehler gern anderen in die Schuhe schiebt, stellt Käppner fest.
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