Deutschland im Frühjahr 2010. Die Wirtschaftskrise hinterlässt tiefe Narben. Die Arbeitslosigkeit bleibt bedrückend hoch, die Staatsschulden sind kaum noch in den Griff zu bekommen. Ein bisschen Wachstum reicht nicht zur Lösung der Probleme. Wolfgang Clement und Friedrich Merz schlagen einen neuen Weg vor. Sie fordern Mut zur Korrektur, Offenheit für das Neue und die Courage, keine falschen Versprechen mehr zu machen. Sie erklären, warum das in der deutschen Politik so schwer fällt. Kritisch und selbstkritisch beleuchten sie die Lage der Parteien, den Staatskapitalismus und den Sozialstaat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.05.2010
Den gewissen rechthaberischen Zug hätte Rezensentin Franziska Augstein den Autoren Wolfgang Clement und Friedrich Merz ja noch durchgehen lassen, wenn sie im Buch nur auch neue Ideen gefunden hätte. So sieht sie aber die Chance vertan, jenseits der Parteizwänge Tacheles zu reden und findet den Aufruf der Autoren zur Sparsamkeit, Disziplin und Fleiß reichlich "banal". Viel unterscheidet das Buch nicht von einem FDP-Papier, wenn man vom Thema Steuersenkungen einmal absieht, bemerkt die Rezensentin indigniert. Und auch, was die beiden zur "Regulierung der Finanzmärkte" zu sagen haben, findet Augstein nicht überzeugend.
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