Dankbar nimmt Tobias Gohlis die Wiederauflage dieses Buches auf, das bei seinem ersten Erscheinen 1996 wenig Beachtung gefunden hatte. Die Schweizer Journalistin Silvana Schmid schildert darin die Geschichte des Hauses im französischen St. Martin de L'Ardeche, in dem Max Ernst ("Loplop") und seine Geliebte Leonora Carrington ("Windsbraut") gelebt hatten und das sie zu einem einzigartigen künstlerischen Ensemble aus fantastischen Reliefs und fabelhaften Wandbemalungen umgestaltet hatten. 1939 wurde Max Ernst vom Vichy-Regime als feindlicher Ausländer interniert und Leonora Carrington verscherbelte das Haus an die örtliche Wirtin, um ihre Trinkschulden zu begleichen. Nach dem Krieg kämpfte Max Ernst vergeblich gegen die Verbindung aus "Banausentum und Gier", um das Haus zurückzubekommen. Auch wenn der Rezensent die Geschichte des Hauses nur seufzend kommentieren kann, hat ihn doch Schmids Buch als "surreale Traum-Trümmer-Geschichte" sehr beeindruckt.
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