In "Spuren des Terrors" charakterisiert Heinz Wewer zehn "frühe Lager", 21 Konzentrationslager, die der Inspektion der Konzentrationslager bzw. dem SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt unterstanden, und 44 Außenlager. Dokumentarische Grundlage seiner Arbeit sind Postkarten, Briefe, Briefumschläge und sonstige Dokumente des Postverkehrs, also ein in der Forschung bisher wenig genutzter Quellenbestand. Die Geschichte und Strukturen der Lager werden skizziert und durch postalische Dokumente anschaulich gemacht, ebenso Stationen der KZ-Haft unbekannter und bekannter Regimegegner wie Erich Mühsam, Hans Litten, Carl von Ossietzky, Maria Günzl, Paul Schneider, Werner Sylten und Martin Niemöller. Die besondere Aufmerksamkeit des Autors gilt dem Zugang der Häftlinge zum Postverkehr, ihrer einzigen Verbindung zur Außenwelt. Trotz der Zensur, der jede Lebensäußerung der Gefangenen unterworfen war, vermitteln die Dokumente, die alle als farbige Faksimiles abgebildet sind, ein authentisches Bild einiger Aspekte des Alltags in deutschen Konzentrationslagern.
Patrick Wagner liest den von Heinz Wewer herausgegebenen Band mit Briefquellen aus den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten als Blick auf das Lagersystem aus der Innenperspektive. Dass der Autor die Dokumente um Zeitzeugenberichte ergänzt, NS-Quellen zur Lagerbürokratie ebenso wie "letzte Lebenszeichen" von Erich Mühsam, Carl von Ossietzky, aber auch Unbekannter, scheint Wagner sinnvoll. Den Opfern gibt der Autor so ihre Geschichte zurück, findet er. Die Briefe aber, das lässt der Band den Rezensenten eindringlich erkennen, waren der einzige Kontakt zwischen Lager und Außenwelt und wichtige Hoffnungsträger.
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