China hat einen atemberaubenden wirtschaftlichen Aufstieg erlebt. Das Land fordert heute die USA und ihre Verbündeten heraus - ökonomisch, militärisch und politisch. Doch der Aufstieg verläuft keineswegs reibungslos: Innenpolitisch kämpft die chinesische Staatsführung mit Überkapazitäten in der Industrie, wachsender Verschuldung, Korruption und sozialen Konflikten. Auf der globalen Ebene sieht sich China dem US-amerikanischen Militärbündnissystem, der Vorherrschaft des US-Dollars auf den Finanzmärkten und der Dominanz westlicher Technologie gegenüber. Das Buch untersucht die komplexe Machtverschiebung im Weltsystem und beschreibt, wie der systemische Umbruch zu wachsender Instabilität und Krisen führt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2019
Stefan Fröhlich lobt den Informationsgehalt der Studie von Stefan Schmalz, die die Machtverschiebung im Weltsystem Richtung China darzustellen versucht. Gut aufgebaut und nuanciert in der Analyse beschreibt die Arbeit laut Fröhlich, wie China nach 1978 aufstieg und was dabei auf der Strecke blieb, Stichworte: Kapitalflucht, Verschuldung. Der vergleichende Blick des Autors auf die USA und Europa und ihre Netzwerke scheint Fröhlich sinnvoll. Der Hinweis auf Chinas Schwächen bei Finanzen und Militär und der damit verbundene Nachteil gegenüber den USA, scheinen Fröhlich allerdings nicht zu veranlassen zu glauben, dass die Machtverschiebung ausbleiben wird.
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