Stefano Zangrando

Kleiner Bruder

Das Schicksal, die Lieben und die Seiten des Peter B.
Cover: Kleiner Bruder
Eulenspiegel Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783359011743
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Ingo Schulze. "Kleiner Bruder" ist eine kunstvolle Hommage an Peter Brasch, den Berliner Schriftsteller, Künstler und Liebenden. Der Autor Stefano Zangrando ist wiederholt seinen Spuren nachgereist und hat mit Menschen gesprochen, die Peter Brasch nahestanden. Daraus hervorgegangen ist das Bild eines rastlosen Rebellen, der sich an Widerständen in der eigenen Familie und in zwei deutschen Staaten abarbeitete. Zangrando rekapituliert Braschs Arbeit als Autor, Regisseur und Dramaturg. In dieser intimen Annäherung kommen seine frühe Hinwendung zur Literatur sowie die Liebe zu den Frauen, dem Theater, der Poesie, aber auch zum Alkohol zur Sprache. Diese erfundene und gefundene Biografie ist in ein Porträt der Künstler-Szene im Prenzlauer Berg eingebettet, deren Teil Peter Brasch war.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2021

Rezensent Lothar Müller trifft in Stefano Zangrandos Buch den Schriftsteller Peter Brasch. Der Autor zeichnet ihn als Bruder von Thomas Brasch und als literarische Figur, der der Autor und sein Erzähler-Ich im Buch in Berliner Archiven und in den Briefen an Thomas Brasch nachspürt, wie Müller erklärt. Mit der zusätzlichen Montage von Roman- und Gedichtauszügen und der Besichtigung von Braschs Lebensstationen schafft Zangrando laut Rezensent ein vielschichtiges Porträt des Schriftstellers.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2020

Rezensentin Christiane Pöhlmann verspürt eine Wärme in Stefano Zangrandos Buch über seine Berlin-Erfahrungen und die Bekanntschaft mit dem Schriftsteller Peter Brasch. Wie der Autor Autobiografisches, Brasch-Texte und die Suche nach einem versunkenen Berlin miteinander verquickt, dabei kaum analysiert oder psychologisiert oder auf Politisches eingeht, findet Pöhlmann gelungen, weil getragen von ehrlicher Faszination und offener Verunsicherung. Wenn Brasch im Text allzu sehr hymnisiert wird, liest die Rezensentin schnell weiter, bis die sympathische "staunende Unbedarftheit" des Erzählers wieder übernimmt.

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