Die in den Kreisen der Moskauer Intelligenzija aufgewachsene und seit den Zwanziger Jahren in Paris lebende Schriftstellerin Elsa Triolet (1896-1970) gilt heute als eine der faszinierendsten intellektuellen Frauengestalten ihrer Zeit. Wichtige Themen und Ereignisse des 20. Jahrhunderts wie die Oktoberrevolution in Russland, Faschismus, 2. Weltkrieg, Résistance, Kalter Krieg und Sozialismus bestimmten ihr Leben und Werk, befand sie sich doch zumeist mitten im Geschehen. Moskau, Berlin, Paris, wo sie auch war, ihre Welt war von frühester Kindheit an die der Künstler und Literaten, und es sind nicht wenige berühmte Namen, die in ihrem Umfeld auftauchen. Elsa Triolet hinterließ selbst ein umfangreiches literarisches Werk und erhielt 1944 als erste Frau den Prix Goncourt, die höchste literarische Auszeichnung Frankreichs. Wenn im folgenden der Versuch unternommen wird, noch einmal in die Fußspuren zu treten, die Elsa Triolet hinterlassen hat, so werden sie und die Menschen, die ihr nahestanden, in Briefen und Erinnerungen, Gedichten und Prosatexten - z.T. erstmalig in deutscher Sprache - auch selbst zu Wort kommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2000
Freundlich und nachdenklich gibt Frit Göttler in seiner kurzen Besprechung Auskunft zu dieser "Collage zu Elsa Triolet". Es geht dabei um alles, was das Leben des "quer zu den Ideologien" lebenden Künstlerpaares Aragon/Triolet berührt hat: "Surrealismus und Volksfront, Emigration ... und Widerstand, Existenzialismus und Revolution". Aber viel genauer wird "göt" leider nicht, vor allem schreibt er nichts dazu, wie sich diese Autorin der Aufgabe entledigt hat, solch ein Leben darzustellen. Aber interessant klingt es schon!
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