Es war eine Zäsur: Die NSDAP wurde bei den Reichstagswahlen am 14. September 1930 stärkste Partei. Der sozialistische Journalist und Bühnenautor Max Hochdorf nahm dieses Wahlergebnis zum Anlass, die deutsche Öffentlichkeit über Adolf Hitler, seine Ideologie und seine Ziele aufzuklären. Hochdorf hat den Bierkeller-Agitator sehr genau beobachtet. Und er hat sehr gründlich Hitlers Buch "Mein Kampf" studiert. Es ist erschreckend, mit welcher prophetischen Gabe er die zukünftige Bedeutung des Führers und Verführers für Deutschland schon 1930 sah!
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.09.2022
Rezensent Hans von Trotha scheint ehrlich verblüfft angesichts der Klarsichtigkeit, mit der Max Hochdorf alias Tacitus Redivivus bereits 1930 anhand von Hitlers "Mein Kampf", von öffentlich zugänglichen Reden und Zeitungsberichten ein scharfsichtiges politisches Psychogramm des Diktators zeichnete. "Prophetisch" nennt er es. Erschütternd findet Trotha, wie der Autor die Prägungen Hitlers und dessen krudes Weltbild offenlegt und den Holocaust voraussieht. Die kommentierte Neuausgabe von Sven Felix könnte für Trotha kaum zu einem passenderen Zeitpunkt erscheinen.
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