Herausgegeben von Thomas B. Schumann. Mit 160 farbigen Abbildungen. Mit Beiträgen von Mario Adorf, Herta Müller, Olaf Peters und Georg Stefan Troller. Unter den zehntausend Kulturschaffenden aller Disziplinen, die ab 1933 von den Nationalsozialisten ins weltweite Exil vertrieben wurden, waren auch mehrere hundert bildende Künstler. Außer den wenigen Berühmten wie Max Beckmann, Oskar Kokoschka, George Grosz oder Max Ernst gerieten die meisten nach 1945,
als Abstraktion und Informel vorherrschten, in unverdiente Vergessenheit, obwohl sie bis 1933 durchaus eine wichtige Rolle gespielt hatten - wie z.B. Eugen Spiro, Charlotte Berend-Corinth, Lotte Laserstein, Rudolf Levy oder Josef Scharl. Wie sehr zu Unrecht sie nicht mehr präsent sind, dokumentiert vorliegender Bildband
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2016
Rezensentin Konstanze Crüwell lobt Thomas B. Schumanns Engagement für deutsche Künstler im Exil. Ihr Andenken bewahrt der Sammler auch mit diesem Band, der 72 Künstler vorstellt, denen die Nazis zum Schicksal wurden, erklärt die Rezensentin. Jüdischen Künstlern wie Julius Graumann oder Lotte Laserstein begegnet sie im Band durch deren Gemälde. Schade findet Crüwell, dass die Informationen zu Leben und Werk der Künstler mitunter allzu knapp ausfallen. Sie wittert verborgene Geschichten, etwa über Baladine Klossowski und ihre Affäre mit Rilke.
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