Höchste Zeit, unser Verhältnis zu den Tieren grundlegend zu überdenken. Der Mensch herrscht über das Tier. Und diese Herrschaft hat er soweit ausgedehnt, dass dadurch die natürliche Lebensgrundlage vieler Tiere bedroht ist. Wenn das Tier eben nur als schmackhaftes Gericht auf vier Beinen angesehen wird, hat das dramatische Folgen für den Menschen selbst. Till Bastian zeichnet in einer chronique scandaleuse verschiedene Aspekte der Beziehung zwischen Mensch und Tier nach. Er fragt, was den Mensch im Vergleich zum Tier zum Menschen macht, untersucht unser Verhältnis zu verschiedenen Tierarten und entwirft eine erschreckende Vision von der Zukunft, wenn Tiere zum "Ersatzteillager" für menschliche Organtransplantationen verkommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.11.2003
Ziemlich harsch geht Ulrich Holbein mit diesem Buch ins Gericht. In "unermüdlicher, Petra-Kelly-basierter Betroffenheits-Tradition" bringt Bastian "jede Menge Message" rüber, spottet Holbein. Hämisch hält er dem Autor vor, sich mit der Verbreitung seines Anliegens in Form von papierverbrauchenden Plädoyers für eine grundlegende Umkehr am Kahlschlag mit schuldig zu machen. Schließlich zählt er auf, womit sich Bastian hier beschäftigt: mit der Selbststilisierung des Menschen zur Krone der Schöpfung, mit Freuds Bekenntnis zum Homo homini lupus, mit Marx' Diktum, dass erst das Werkzeugdenken den Menschen zum Menschen mache, und mit vielem anderen mehr. Das Ganze findet der genervte Rezensent eingebettet in die "üblichen Infos", dass der Hund vom Wolf abstamme und Hitler von 1889 bis 1945 gelebt habe. Insgesamt lässt Holbein keinerlei Zweifel daran, dass er Bastians Buch für überflüssig hält.
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