Tilman Tarach

Teuflische Allmacht

Über die verleugneten christlichen Wurzeln des modernen Antisemitismus und Antizionismus
Cover: Teuflische Allmacht
Edition Telok, Freiburg - Berlin 2022
ISBN 9783981348644
Broschiert, 224 Seiten, 14,80 EUR

Klappentext

Mit einem Geleitwort von Anetta Kahane. Die Nähe des traditionellen christlichen Judenhasses zum modernen eliminatorischen Antisemitismus wird in der deutschen Antisemitismus-Debatte noch immer verschleiert. Tilman Tarach ruft vergessene Ereignisse in Erinnerung und präsentiert bisher unbeachtete historische Zeugnisse, die Wesen und Wirkmächtigkeit des christlichen Antisemitismus eindrücklich aufzeigen. Nur vor der Hintergrundfolie alter judenfeindlicher Vorstellungen, die bereits im Neuen Testament angelegt sind, konnte der Vernichtungsantisemitismus der Nationalsozialisten entstehen. Auch heute ist die Gefühlswelt von Antisemiten und Antizionisten wesentlich von diesen unbewussten christlichen Mustern geprägt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.04.2022

Rezensent Micha Brumlik liest Tilman Tarachs Studie mit Interesse. Tarach belegt laut Brumlik anhand analytischer Lektüre katholischer Texte aus den 1930er und 1940er Jahren sowie Äußerungen christlicher "Antizionisten" im arabischen Raum, wie ein antichristliches Judentum dort zur Bedrohung aufgebaut wurde und den Judenhass in der NS-Zeit und bis heute mitbestimmt. Der Unterscheidung von christlich grundiertem bzw. rassistisch motiviertem Judenhass widerspricht der Autor damit auf überzeugende Weise, findet Brumlik.