Das Oktoberfest-Attentat vom September 1980 mit 13 Toten erschütterte die Republik, wurde aber schnell vergessen - genau wie der antisemitische Mord in Erlangen an Shlomo Lewin und Frida Poeschke drei Monate später. Angeblich handelten in beiden Fällen verwirrte Einzeltäter. Was verbindet die Morde in Erlangen mit dem Attentat in München? Ulrich Chaussys Analyse, dass das Oktoberfest-Attentat rechter Terror war, folgt nun endlich auch die Bundesanwaltschaft. Doch die systematischen Vertuschungen in den damaligen Ermittlungen sind bis heute nicht aufgeklärt, viele Fragen noch offen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2020
"Spannend und relevant" findet Rezensent Timo Steppat den Gegenstand von Ulrich Chaussys Buch: "Das Oktoberfest-Attentat und der Doppelmord von Erlangen". Schon einmal hat Chaussy zu den zwei rechtsextremen Attentaten und der schlechten Ermittlungsarbeit in beiden Fällen recherchiert, weiß Steppat. Erreichen konnte er damals allerdings wenig. Erst nachdem ein Spielfilm über die Attentate und Chaussys Recherchen erschienen war, wurden 2014 die Ermittlungen wieder aufgenommen, und Chaussy bekam so viele neue Zeugenhinweise, dass er seine Nachforschungen wieder aufnahm. Auf Grundlage dieser neuen Recherchen ist schließlich das vorliegende Buch entstanden, erklärt der Rezensent, welches allerdings teilweise recht trocken daherkommt. Er betont zwar, dass das Oktoberfestattentat in den schulischen Lehrplan aufgenommen werden sollte, ob Chaussys Buch aber als Lehrmaterial taugen könnte, erfahren wir nicht von Steppat.
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