Seine Filme testen die Grenzen des Kinos und mischen dokumentarische Formen und Elemente des Spielfilms zu einer ästhetischen Form, die Alexander Kluge einmal als "Echolot-Verfahren" beschrieben hat. Wie eine Sonde senkt Karmakar die Kamera bzw. seine Schauspieler und Darsteller in die Abgründe der Geschichte hinab, um diese auszuloten.
Zwei Bücher über Romuald Karmakar hat Dietmar Kammerer gelesen, die sich dem trotz vieler Auszeichnungen als "Außenseiter" betrachteten Filmemacher auf ganz unterschiedliche Weise nähern. Thomas Eggebrecht sucht in Karmakars Filmen die "Bilder hinter den Worten" zu ergründen und verzichtet dafür gänzlich auf Abbildungen, stellt der Rezensent fest. Bei ihm erscheint Karmakar maßgeblich als "Geschichtsforscher, der die deutsche Vergangenheit mittels filmischer "Re-Konkretisierung" erfahrbar machen will, erklärt Kammerer. Ihm leuchtet die These des Autors zwar ein, trotzdem erscheint ihm Karmakar damit allzu festgelegt und ihm missfällt, dass Eggebrecht die Dokumentar- und Spielfilme lediglich als Belegmaterial für diese Einschätzung verwendet und deshalb tunlichst ausspart, was sich nicht darunter subsumieren lässt.
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