Wie erzählt man vom eigenen Leben, wenn weltbewegende Ereignisse nicht zu berichten sind? Ulrich Greiner sichtet sein Leben anhand von Dingen, die - nicht nur für ihn - eine Rolle gespielt haben. So ergibt sich eine Reihe von Stichwörtern: Auto, Bett, BH, Buch, Kühlschrank, Radio und Strand, aber auch Film, Feuilleton, Presse und so fort. Dabei steigen Bilder auf, die viele von uns in sich tragen: Sie gehen von vertrauten Dingen aus, die jeder kennt, und doch sind sie die Auslöser von besonderen Erinnerungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2015
Rezensent Gustav Seibt schüttet das Lob förmlich aus über dem Autor, Ex-Zeit-Feuilletonchef und Literaturkitiker Ulrich Greiner und seinen Lebenserinnerungen in alphabetischer Folge. Was Greiner hier übers Autofahren, sein Liebesleben oder den schlaffen Händedruck von Frank Schirrmacher berichtet, zeigt Seibt eine bürgerliche Welt. Die Art der Präsentation, gut austariert zwischen Diskretion und Offenheit, wie Seibt versichert, hat es dem Rezensenten angetan, Greiners reines Deutsch auch und dass sich das Buch chronologisch, springend und auch blätternd lesen lässt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…