Immer mehr Menschen machen sich auf die Suche nach einer "anderen Welt": vielgestaltig, ohne fertige Lösungen, aber mit
gemeinsamen Werten und einer geteilten Vision von nachhaltiger
Zukunft. Ulrich Grober hat sich mit ihnen auf den Weg gemacht.
Er wandert auf den Spuren von Hauffs Märchen "Das Kalte Herz"
durch den Schwarzwald; entwirft einen Abgesang auf die Autostadt in Wolfsburg; meditiert auf Meister Eckharts Sitz im Predigerkloster zu Erfurt. Was ihn interessiert, ist der Aufstieg nachhaltiger Werte im aktuellen Zeitgeist. Sein Buch erzählt vom Hunger nach Entschleunigung, nach Gelassenheit und Empathie, nach Einfachheit und - Sinn.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2016
Rezensent Reinhard Loske von den Grünen schätzt Ulrich Grobers Bücher zum Thema Nachhaltigkeit, das neue Werk hat dem Kritiker allerdings besonders gut gefallen. Denn hier werden weder Katastrophenszenarien beschrieben noch beschönigt, verspricht Loske, der sich mit dem Autor vielmehr auf Wanderungen durch den Schwarzwald, den Harz, das Ruhrgebiet oder Wolfsburg begibt und einen "Hunger nach Einfachheit und Echtheit" spürt. Keine romantischen Träumereien, dafür Kenntnisreichtum und kluge Beschreibungen sozialer Realitäten findet der Kritiker in diesem Buch, das vielleicht die Zwänge des Kapitalismus ein bisschen unterschätzt, aber auch viel Mut macht.
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