Ulrich Wickert

Der Richter aus Paris

Eine fast wahre Geschichte
Cover: Der Richter aus Paris
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783455094114
Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Fasziniert von Martinique, dieser französischen Insel in der Karibik wo mancher Bürger der Grande Nation ein Refugium gefunden hat, ist der Journalist Ulrich Wickert auf einen Fall gestoßen, der ihn nicht mehr losließ. Seine Recherchen führten ihn nach Vietnam, nach Algerien, in die Krisengebiete, in die der Arm der Pariser Justiz nicht reicht. Er erzählt eine Geschichte, die so unglaublich wie wahr ist. Als Jacques Ricou, Untersuchungsrichter aus Paris, auf Martinique ankommt, wird der Mann, den er sucht gerade beerdigt. Er war neunzig Jahre alt, man hat ihm sein Alter nicht angesehen, das Klima auf Martinique hält die Menschen frisch...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.09.2003

"Nicht schlecht fürs Erste" findet Hans Leyendecker den ersten Kriminalroman von Ulrich Wickert. Eine "flimmernde Fülle von Fakten und Gesichtern" führe den Leser durch die französische Kolonialgeschichte und ihre Schauplätze Indochina, Algerien, Martinique und natürlich auch Paris. Es wird "hart und ohne Süßigkeit" gemordet, gefoltert, abgehört, aber auch geliebt, beschreibt der Rezensent den Roman. Dabei mokiert Leyendecker, dass der Autor bei der Liebesgeschichte "unvermutet schüchtern daher kommt". Die Eigenarten der Franzosen werden - ähnlich wie bei Wickerts früheren Werken über das französische Savoir Vivre - "liebevoll" dargestellt und ihre politischen Gepflogenheiten "didaktisch gut aufbereitet", lobt der Rezensent. Wer bei der Lektüre seine Kenntnisse der französischen Geschichte verbessern will - wie auch der Untertitel vom Verlag "eine fast wahre Geschichte" suggeriert - und über "kleine stilistische Ungezogenheiten" hinwegsehen kann, dem wird dieser Krimi um den Helden Jacques Ricou, einem Pariser Untersuchungsrichter, gefallen, schreibt Leyendecker. Für ihn, ein "lesenswertes Buch".

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