Klappentext
Menschen, die ihre Handys verschlingen, Bücher, die die Existenz Napoleons bestreiten, und Seeräuber, die vorbildliche Kapitalisten abgeben - so absurd die Phänomene der modernen Gesellschaft erscheinen mögen, sie werfen dringliche Fragen auf: Blüht auf dem Boden einer überkorrekten Politik ein neuer Rassismus? Kann man sich im digitalen Dschungel durchschlagen, ohne völlig den Kopf zu verlieren? Ecos Antworten lassen das Röntgenbild einer modernen Gesellschaft entstehen, sie sind scharfsinnig, witzig und immer erhellend. Eine Liebeserklärung an das Lesen - belebend wie ein gutes Gespräch.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.08.2018
Umberto Ecos Glossen sind für Franz Schuh von großer Faszination, spiegeln sie doch die ganze Gesellschaft, Gott und die Welt wider, wie er findet. Dass der Autor einen Stil schreibt, der mitunter "irrlichtert", mitunter aber ein "notwendiges Licht" auf "irritierende Phänome" wirft, stellt Schuh fest. Ebenso vermerkt der Rezensent, wie gern der Autor das Thema Fiktion und Wahrheit umkreist, etwa, wenn er die Pariser Attentate verortend feststellt, dass Bataclan ja am Boulevard Richard Lenoir liege, dem Wohnort von Kommissar Maigret. Dass Eco die Brisanz seiner Bemerkung gleich mitreflektiert, scheint Schuh zu gefallen.
Themengebiete
Kommentieren