Unerfüllte Moderne?

Neue Perspektiven auf das Werk von Charles Taylor
Cover: Unerfüllte Moderne?
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518296189
Kartoniert, 875 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Michael Kühnlein und Matthias Lutz-Bachmann. Charles Taylor gehört zu den international renommiertesten Philosophen der Gegenwart. Sein Werk vereint Sozial- und politische Philosophie zu einer umfassenden Gütertheorie der Moderne. Als Vordenker des Kommunitarismus verteidigt er die normative Unhintergehbarkeit des Guten bei der Bestimmung des Menschen; als Theoretiker der Moderne kritisiert er den "Artikulationsstau" säkularer Großerzählungen. Der vorliegende Band, der aus Anlass des 80. Geburtstages von Charles Taylor erscheint, beschäftigt sich mit zentralen Aspekten seines philosophischen Denkens. Er umfasst Beiträge von Philosophen, Theologen, Soziologen und Juristen, darunter Christoph Menke, Karl Kardinal Lehmann, Hans Joas und Hartmut Rosa, sowie eine Replik von Charles Taylor.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.11.2011

Die kulturalistische Philosophie Charles Taylors stößt auch in Deutschland auf offene Ohren und Herzen, und auch die Rezensentin Alexandra Kemmerer begrüßt diesen Band in ihrem Artikel zum achtzigsten Geburtstag des berühmten Multikulturalisten als ein ernsthaftes Gespräch deutscher Wissenschaftler mit Taylors Thesen. Auf einzelne Artikel geht sie kaum ein, aber sie nennt Taylor einen Romantiker und scheint hier einen Konnex zur deutschen Tradition zu sehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2011

Zum achtzigsten Geburtstag des Philosophen Charles Taylor stellt Rezensent Christian Geyer zwei Neuerscheinungen vor, die er beide zur Lektüre empfehlen kann. Als sehr informativ lobt Geyer den Sammelband "Unerfüllte Moderne", geht näher aber nur auf den Beitrag Hartmut Rosas ein. Rosa macht darin als ein Hauptmotiv in Taylors Denken den Kampf gegen eine philosophische Vorstellung aus, die das Ich als von der Welt isoliert betrachtet. Der Mensch ist in der Welt, er steht ihr nicht indifferent, feindlich oder stumm gegenüber. Geyer erkennt hierin eine Dialektik von "Entzauberung und Wiederverzauberung", die er aber offenbar recht tröstlich findet.
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