Aus dem Englischen von Corla Bauer. Amsterdam im Jahr 1636. Nach einem schweren Sturm, der die gesamte Handelsflotte vernichtet, droht der reichen, renommierten Kaufmannsfamilie Windjammer der Ruin. Von einem Tag auf den anderen ruht die Last der Verantwortung für das Unternehmen auf den Schultern von Adam, dem 14-jährigen Erben der Familie. Um das Vermögen und den guten Ruf der Windjammers zu retten, muss Adam einen Weg finden, so schnell wie möglich ihre Schulden zu bezahlen. Doch es gibt einige Leute, die großes Interesse daran haben, das zu verhindern. Bald kommt Adam dahinter, dass sein Onkel Augustus ein doppeltes Spiel treibt. Und Gerrit, der treue Buchhalter seines Vaters, scheint ebenfalls ein dunkles Geheimnis zu hüten. Für Adam beginnt ein atemberaubender Wettlauf mit der Zeit ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2005
In höchsten Tönen lobt Rezensent Hans Gärtner V. A. Richardsons historischen Jugendroman über das im 17. Jahrhundert um sein Überleben kämpfende Amsterdamer Handelshaus Windjammer. Es stimme einfach alles, angefangen bei der "ungeschminkten" Sprache des Erzählers und der "tadellosen" Übersetzung über die "hervorragend recherchierten historischen Fakten" bis hin zu den hergestellten Gegenwartsbezügen, die dennoch den "Zauber einer fernen Welt" nicht zerstören. Spannend bis zuletzt gestalte sich die Jagd nach der Schwarzen Perle, einer überaus begehrten osmanischen Tulpenzwiebel, die das Haus Windjammer vor dem finanziellen Ruin bewahren könnte. Welche Rolle genau der fünfzehnjährige Held Adam und seine ebenfalls jugendliche Antagonistin Jade dabei spielen, geht aus der Rezension nicht klar hervor. Aber sie sind - trotz der den Regeln des Abenteuer-Genres folgenden "Schwarzweiß-Zeichnung" - "keineswegs strahlend, sondern erleben Höhen und Tiefen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.11.2004
Dieser historische Roman für jugendliche Leser hat Simone Leinkauf sehr erfreut. Er erzählt den unverschuldeten Niedergang einer Amsterdamer Kaufmannsfamilie im 17. Jahrhundert. Dem 14-jährigen Adam obliegt nach dem Tod des Familienoberhauptes plötzlich die gesamte Verantwortung für die Familie. Ein einfach gut recherchiertes, unsentimental erzähltes und obendrein noch recht realistisch gestaltetes Buch, so lautet das solide und knappe Lob der Kritikerin.
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