Aus dem Französischen von Ulrich Kunzmann. Mit einem Nachwort von Andreas Vejvar. Der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson (1859-1941) war einer der Begründer der Lebensphilosophie. Im Zeichen eines neuen Vitalismus und Materialismus wird er gerade wiederentdeckt. Vladimir Jankélévitchs Henri Bergson ist eines der ganz großen philosophischen Bücher, die über Bergson geschrieben wurden. Jankélévitch nimmt darin alle Aspekte von dessen Denken in den Blick, wobei Zeit und Dauer, Körper und Geist, Freiheit, Evolution, Einfachheit sowie Liebe und Freude im Mittelpunkt stehen. Es sind die Grundbegriffe einer bahnbrechenden Philosophie des Lebens.Jankélévitch, der Schüler und Freund Bergsons war, veröffentlichte sein Buch zuerst 1931. Knapp dreißig Jahre später unterzog er es einer gründlichen Überarbeitung, um auch Bergsons späten Werken gerecht zu werden. Die nun erstmals in deutscher Sprache vorliegende Übersetzung dieses Klassikers folgt der Ausgabe von 1959, ergänzt um die Einleitung von 1931 sowie um einige Briefe Bergsons an den Autor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2023
Rezensentin Sonja Asal liest Vladimir Jankelevitchs Bergson-Studie von 1931 mit anhaltendem Interesse. Wie sich der Autor als junger Philosoph Bergson nähert, nicht äußerlich wie Deleuze, wie die Rezensentin feststellt, sondern ins Detail gehend und auf eine Bergson "nachdenkende", sein Denken von innen heraus rekonstruierende Gesamtdarstellung abzielend, findet sie erhellend. Der im Band mit abgedruckte Briefwechsel zeigt die enge Verbundenheit des Autors mit seinem Idol, meint Asal.
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