Herausgegeben und mit einem Nachwort von Roland Reuß. Walter Benjamins Buch "Ursprung des deutschen Trauerspiels" zum ersten Mal als Faksimile. Walter Benjamins als Habilitationsschrift geplante Studie über den Ursprung des deutschen Trauerspiels ist nicht nur wegen der "erkenntniskritischen Vorrede" eine seiner berühmtesten und zugleich methodisch anspruchsvollsten Arbeiten. Sie hat sowohl im engeren Kreis der Barockforschung wie in der Allgemeinheit philosophisch-literaturwissenschaftlicher Fragestellungen tiefe Spuren hinterlassen. Der hier erstmals als Faksimilenachdruck vorgelegte Text war von Benjamin bis in die typographische Gestalt hinein geplant worden. Die lebenden Kolumnentitel und die verwendete Schwabacher Schrift spielen für die Lektüre des Textes eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ihre Bedeutung für das Verständnis des Textes wird in dem sorgfältigen Faksimilenachdruck wieder erkennbar. Das Nachwort von Roland Reuß orientiert über die textkritischen Probleme, die das Original aufweist. Es bietet außerdem eine ausführliche Darstellung der Druckgeschichte des Textes.
Rezensent Matthias Heine nimmt mit dem Faksimile der Erstausgabe von Walter Benjamins Habilschrift von 1928 ein Buchkunstwerk ersten Ranges in die Hand. Allein die (ursprünglich von Benjamin selbst gewählte) Schwabacher Schrifttype veranlasst ihn zu Lobeshymnen über die damit verbundene philologische Exaktheit. Dass der Text zu den wirklich anregenden geisteswissenschaftlichen Meisterwerken gehört, steht für den Rezensenten außer Frage, vermag es der Autor laut Heine doch, einen vermeintlich trockenen Stoff in aktuelles Denkfutter zu verwandeln. Wo immer Heine das Buch aufschlägt, trifft er auf Sätze, die er sich auf die Tapete schreiben möchte.
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