Herausgegeben von Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Ulrike Wendland. Die moderne Denkmalpflege versteht sich seit den von Protagonisten wie Georg Dehio, Alois Riegl, Paul Clemen und anderen um 1900 geprägten Debatten als wertbasierte angewandte historische Wissenschaft. Die Suche nach objektivierbaren Kriterien für die Wertung und Bewertung der überlieferten Bausubstanz und die Reflexion ihrer praktischen Wirksamkeit am Denkmal prägen seither die Denkmaltheorie. Die Beiträge des Bandes zeichnen die Wertelehre in historischer Perspektive nach und geben einen Überblick über aktuelle Fragen und Probleme. Daneben werden Aspekte städtebaulicher Denkmalpflege vorgestellt sowie neuere bildwissenschaftliche und erinnerungskulturelle Fragestellungen in ihren Bezügen zur Denkmalpflege diskutiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2013
Wie stehts um die Denkmalpflege im Land? Welche Positionen und Debatten gibt es? Antworten auf diese Fragen erhält Jürgen Tietz mit diesem Sammelband von Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne. Inspierierend nennt Tietz die als Ergebnis eines Forschungsprojekts entstandenen Beiträge. Darin erfährt er etwa, auf welchen Werten Denkmale stehen. Und Denkmalpfleger Meier ergänzt, dass Geschichts- und Substanzwert entscheidend sind, da sie mit dem Denkmal "definitorisch" verbunden sind. Anders fasst es Sonne, der den Schönheitsbegriff ins Spiel bringt, wie Tietz erläutert. Dem damit verbundenen Eintreten für den Neohistorismus steht Tietz allerdings skeptisch gegenüber.
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