"Mit H. C. Artmann", schreibt Wieland Schmied, "verbinden mich viele Erinnerungen, wahrscheinlich - meine Familie ausgenommen - mehr als mit jedem anderen Menschen, ich möchte fast sagen: unendlich viele Erinnerungen. Es muß Anfang Dezember 1949 gewesen sein, daß ich ihn kennenlernte - so sind es gerade 51 Jahre, die wir uns gekannt haben." Der vorliegende Band enthält sechs Beiträge, die Wieland Schmied seit 1958 veröffentlicht hat. Es sind liebevolle Erinnerungen, die uns das Porträt eines edlen Ritters vermitteln.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2002
Christiane Zintzen bespricht in ihrer Rezension mehrere Bücher über den Dichter H. C. Artmann, die sie - mit Ausnahme von Lars Brandts "H. C. Artmann" - "schlampig" gemacht findet. Am besten gefallen hat ihr Wieland Schmieds Essay-Sammlung, die sie jedem Artmann-Liebhaber nachdrücklich empfiehlt. Schmied habe es nicht nötig, sich mit seiner Bekanntschaft mit dem Dichter zu brüsten. Dafür lese man in dem Band jede Menge "Kluges und analytisch Inspirierendes" über Artmann.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…