Im Auftrag des Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung herausgegeben von Helga Grebing, Gregor Schöllgen und Heinrich A. Winkler. Bearbeitet von Einhart Lorenz. Mit der "Berliner Ausgabe" ausgewählter Reden, Artikel und Briefe von Willy Brandt wird erstmals das politische Wirken des bedeutendsten deutschen Sozialdemokraten des 20. Jahrhunderts umfassend dokumentiert. Die einzelnen der zehn Bände zeichnen die Etappen der langen politischen Laufbahn Brandts nach.
Anfang der sechziger Jahre ist Willy Brandt von konservativen Politikern in übler Weise diffamiert worden. Auch gegen sein Exilaufenthalt in Norwegen in der Nazi-Zeit wurde von namhaften CDU-Politikern polemisiert, erinnert Rezensent Volker Ullrich. Nun ist im ersten Band der Berliner Ausgabe seiner Schriften, Reden und Briefe nachzulesen, was er in dieser Zeit, aber auch in den Jahren davor als Lübecker Gymnasiast, getan hat. Der Rezensent findet diesen Band wichtig, denn neben den zahlreichen Informationen aus dem Leben des berühmten Politikers dokumentiert er seiner Meinung nach eindrucksvoll Brandts politischen Lernprozess und seine Entwicklung vom jungen revolutionären Sozialisten zum pragmatischen linken Sozialdemokraten.
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