Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2001
Rezensent Ralf Drost ist mit der Hauptthese des Autors nicht ganz einverstanden: Bock sehe Walter Benjamin vor allem bei seiner Sternenmetaphorik und kabbalistisch inspirierten Astralmagie in "affirmative Metaphysik" verstrickt. Doch Benjamin selbst hat den theologischen Einschlag seines Denkens mehrfach angesprochen, hält Drost dagegen. Für ihn lässt sich der Vorwurf insofern entkräften , als man Benjamins Texten einen hohen "Grad an Ambiguität" zuschreiben sollte. Darüber hinaus entwickelt Benjamin nicht nur ambivalente Denkbilder, sondern tut dies in einem "ambigen Sprachstil", der höchst poetisch und "antidogmatisch motiviert" ist, meint Drost. Weshalb für ihn von Benjamins Texten nach wie vor eine hohe Faszination ausgeht, der der Autor auf seine - kritisch-distanzierte - Weise dennoch erlegen sei. Bocks Deutungen bestimmter Allegorien bei Benjamin findet Drost "schlicht überspannt".
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