Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2004
Friedrich Merz plädiert in seinem neuen Buch, das betont sachlich daherkommt, für die Soziale Marktwirtschaft, so das Fazit von Heike Göbel. Was der Autor möchte, ist ein Staat, der es jedem gestattet, durch seine eigene Arbeit über die Runden zu kommen. Ausführlich schildert der CDU-Politiker die deutsche Misere zwischen Armuts- und Zukunftsangst. Das liest sich gut, bietet aber wenig Neues, wenn man beispielsweise, wie die Rezensentin, Hans-Werner Sinns "Ist Deutschland noch zu retten?" gelesen hat. Aber da das Buch den Titel trägt: "Nur wer sich ändert, wird bestehen", geht Merz dann auch auf die seiner Meinung nach notwendigen Korrekturen des Kurses des Staatsschiffes ein. "Umfassend" und "detailliert" ist seine Liste mit Änderungswünschen, so die Rezensentin. Genau begründet der Politiker u. a., warum es sinnvoll wäre, Arbeitszeit und Lohn im Betrieb zu verhandeln und den Kündigungsschutz abzuschaffen. In der Frage der Kranken- und Pflegeversicherung mahnt er seine Partei zu Standhaftigkeit. Notfalls dürfe man auch eine Anhebung der Mehrwertsteuer nicht tabuisieren, so der Appell des Autors. Und da, so die Rezensentin, kommt er dann doch noch einmal zum Vorschein hinter dem kühl argumentierenden Sachbuchautor: der politische Provokateur.
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