Die Revolution von 1918/19, der Hitlerputsch, die Reichspogromnacht, das Attentat von Georg Elser auf Adolf Hitler und die friedliche Revolution von 1989 - alle diese Ereignisse sind mit dem 9. November verknüpft. Er ist der deutsche Schicksalstag. Der Historiker und Journalist Wolfgang Niess erzählt, was jeweils geschah, und beschreibt den Kampf um die Erinnerung. So entsteht ein Panorama des deutschen 20. Jahrhunderts mit all seinen Widersprüchen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.10.2021
Teils ist es schierer Zufall, dass bestimmte historische Tage der deutschen Geschichte sich am 9. November ereigneten, teils stehen die Daten in Bezug zueinander, schon weil Hitler am 8. November regelmäßig seines Putsches von 1923 gedachte, erläutert Rezensent Cord Aschenbrenner. Den Begriff "Schicksalstag" lehnt er natürlich genauso ab wie der Buchautor selbst - nur lässt er sich wohl kaum mehr vermeiden. Sehr kundig, so Aschenbrenner, stellt Wolfgang Niess jedes Datum in seinen Kontext. Und Aschenbrenner teilt seine Ansicht, dass man den 9. November in Deutschland zwar nicht zum Nationalfeiertag machen, wohl aber zum "Nationalen Gedenktag" erklären könne.
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