Elias Hirschl: SchleifenFranziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…

Die Geschichte der Künste im 20. Jahrhundert wurde bisher meist als Stilgeschichte dargestellt. Mit diesem Buch wird sie in einer neuen Perspektive als Kulturgeschichte "des Künstlers" und der Erfindungen schöpferischer Kreativität gedeutet. Es ist zugleich die Geschichte eines Mythos, der bis heute von hoher Anziehungskraft ist. Der Begriff Künstler verweist jedoch auch darauf, dass die Künstlerprofessionen lange Zeit männlich geprägt waren. Was aber macht das Künstlersein so attraktiv - über alle Geschlechterunterschiede hinweg? Welche Eigenschaften bündeln sich im Künstler? Die spannende Frage ist: Gibt es einen durchgängigen Künstlerhabitus, an dem alle Kreativen teilhaben, den sie lediglich variieren? Dies ist die These des Autors.