Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2002
In seinem Essayband "Rationalpark" untersucht der Literaturwissenschafter Wolfram Malte Fues das verdächtig gewordene "Wurzelwerk" des modernen rationalen Subjekts, informiert der mit "lx" zeichnende Rezensent. Fues reibt sich laut Rezensent vor allem an den Vernunftkritikern der Postmoderne, die sich einerseits bedenkenlos von den Kategorien der klassischen Moderne von Descartes bis Habermas verabschiedeten, mit ihrem Tun andererseits permanent die von ihnen für Tod erklärten Kategorien neu belebten: das (schreibende) Subjekt. Der Rezensent hält fest, dass Fues den sogenannten "Zerfall" der Moderne und ihrer Vernunft eine Form von (Selbst-)Täuschung hält, und statt eines "Zerfalls" der Vernunft eine "Transformation der Sinngebung" diagnostiziert.
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