Aus dem Englischen von Anne Rademacher. Es ist kein einfacher Start ins Leben: Gleich nach der Geburt geben die Eltern, glühende Anhänger Maos, ihre Tochter in die Obhut eines kinderlosen Bauernpaares in den Bergen. Zwei Jahre später bringen diese die halbverhungerte Kleine zu ihren des Lesens und Schreibens unkundigen Großeltern. Ein Jahr später stirbt der Große Vorsitzende, und in China beginnt ein dramatischer gesellschaftlicher Wandel. In ihrem neuen Buch erzählt die chinesische Autorin und Filmemacherin Xiaolu Guo von dem langen Weg, der sie aus einem ärmlichen Fischernest am Ostchinesischen Meer an die Filmhochschule im sich rasant verändernden Peking der 90er Jahre und schließlich 2002 nach London führt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2018
Rezensent Steffen Gnam sieht in der chinesischen Autorin und Filmemacherin Xiaolu Guo eine Wanderin zwischen Ost und West. In ihren Memoiren wird für Gnam deutlich, welchen Preis sie für ihre interkulturelle Kompetenz zahlt. Die Kreuzwege, Missverständnisse und Synthesen an ihren Lebensstationen, von einem Fischerdorf am ostchinesischen Meer bis nach London, bieten Gnam Einblicke ins ländliche China, in Pekings Untergrundkunstszene und in die Seele der Autorin im Exil. Dass Guo nicht zur Selbstexotisierung neigt, sondern stattdessen das Ideal vom reichen Westen hinterfragt, Stereotypen, Differenzerfahrungen und culture gaps aufzeigt, lässt den Rezensenten Identität einmal mehr als kulturelles Konstrukt erkennen.
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