Nach
acht Jahren Bauzeit wird das 1968 als zentraler Ort für schwarze Kunst gegründete
Studio Museum Harlem an neuem Ort wiedereröffnet - und Andreas Robertz (
Monopol) ist
hingerissen, erscheint das neue Studiomuseum mit Blick auf die revanchistische Kulturpolitik unter Donald Trump doch wie ein "
Bollwerk der Hoffnung". Und auch "die Architektur kann nicht übersehen werden. Ein anthrazitfarbener Block aus übereinandergestapelten horizontalen und vertikalen Quadern - der minimalistische, sieben Stockwerke hohe Bau strahlt vor allem eines aus:
Selbstbewusstsein. Eine grün-schwarz-rote US-Fahne des Konzeptkünstlers
David Hammons weht am Eingang, eine Anspielung auf die panafrikanische Flagge der Schwarzen Nationalisten um Marcus Garvey der 1920er-Jahre." In der
FAZ räumt Frauke Steffens ein, dass sich nicht alle Anwohner über den neuen Prachtbau freuen, denn die "'
Gentrifizierung' von Harlem ist in vollem Gange, in manchen Ecken wohnen fast nur noch Menschen mit hohem Einkommen, und
viele Weiße ziehen her..."
Die Euphorie über die geplante
neue Oper in Hamburg wird gedämpft,
berichtet Gernot Knödler in der
taz Nord, bemerkte man doch jetzt, dass der Entwurf der
Bjarke Ingels Group jenem ähnelt, den sie vergangenes Jahr für die
Philharmonie in Prag vorgestellt hatten: "Ein Kern von zu einem Hügel gestapelten Funktionsräumen wird mit gläsernen Fassaden umgeben und von einer Spirale weit auskragender, begehbarer Dächer umspielt. Allerdings wirkt der Entwurf für Prag weniger organisch, weniger verspielt, dafür urbaner." Knödler wendet gegen denn Neubau auch ein, "dass die heutige Staatsoper in der Nähe des Gänsemarkts als ältestes von Bürgern gegründetes Opernhaus des Kontinents eine große Tradition hat und das aktuelle Gebäude
unter Denkmalschutz steht. Die Stadt müsste es also eigentlich erhalten."
Weitere Artikel: Matthias Alexander atmet in der
FAZ auf, dass nun zumindest der Architektenwettbewerb für die ersten drei Baufelder des sogenannten Block B am
Berliner Molkenmarkt entschieden worden ist.