Magazinrundschau - Archiv

The New Statesman

125 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 13

Magazinrundschau vom 30.06.2020 - New Statesman

In Zeiten, da Fußball immer mehr zu einer Veranstaltung von Oligarchen und Körpernarzissten wird, freut sich Jason Cowley über die Aufstieg politisch engagierter Spielerstars wie Marcus Rashford, Raheem Sterling und Tyrone Mings: "Die neuen Aktivisten unter den Superspielern schöpfen oft aus der eigenen Erfahrung von Not und Armut, wie es zum Beispiel Marcus Rashford, der Nationalstürmer von Manchester United tat, als er sich letzte Weihnachten für Wohnungslose einsetzte oder zuletzt für eine Fortsetzung des kostenlosen Schulessens auch während der Sommerferien. Rushford wuchs als jüngstes von fünf Kinder in Wythenshawe auf, einem armen Stadtteil von Manchester, seine alleinerziehende Mutter arbeitete als Kassiererin in einem Wettbüro. Er selbst bekam kostenloses Schulessen und hat niemals vergessen, was es für ihn bedeutete. Als Antwort auf seine Kampagne - er trat in den Hauptnachrichten der BBC auf, veröffentlichte einen Artikel in der Times, schrieb einen Offenen Brief an die Regierung und twitterte energisch - kündigte Boris Johnson einen "Covid-Sommer-Essensfonds" von 120 Millionen Pfund an. Angesichts einer hochkochenden Parteirevolte polterte Johnson, dass er von Rashfords Kampagne nichts gewusst habe - als hätte es keiner seiner Berater für nötig befunden, ihn darüber zu informieren."

Magazinrundschau vom 23.06.2020 - New Statesman

Denkmäler zu errichten und niederzureißen hat nichts mit Geschichte zu tun, aber alles mit Erinnerung, stellt der Historiker Richard J. Evans klar, der den Sturz von Edward Colston in Bristol überfällig findet. In Geschichtsbüchern stehen schließlich auch keine Statuen: "Geschichte ist eine akademische Disziplin, mit ihren eigenen Regeln und Verfahren. Sie in der Schulen zu unterrichten bedeutet, Schülern beizubringen, wie man historische Dokumente kritisch liest, Interpretationen vergangener Ereignisse klug einschätzt, und sich seine eigenen Gedanken über zentrale Themen macht, so dass sie die Schule als unabhängig denkende Bürger verlassen. Das ist nicht dasselbe wie Erinnerung - nicht in deren individuellen Sinne, sondern im nationalen, kollektiven oder kulturellen Sinne. Geschichte beschränkt sich auch nicht darauf, Orden oder Kreuze zu verleihen, einen Menschen als Helden zu verehren und andere als Schurken zu verdammen. Die Frage, ob das Britische Empire eine gute oder schlechte Sache war, ist kindisch und hat nichts damit zu tun, die Vergangenheit ernsthaft zu untersuchen: solch krudes Moralisieren sollte eigentlich für immer mit WC Sellars und RJ Yeatmans einschlägiger Satire '1066 and All That' auf schulische Geschichtsbücher erledigt sein. Natürlich brauchen wir ein kritisches und forschendes Studium der Britischen Empires an unseren Schulen. Aber das Ziel darf nicht sein, es zu preisen oder zu verdammen, sondern es zu verstehen: Wie kam es dazu? Wie konnte es sich so lange halten? Und wie kam es an sein Ende? Bei Statuen stellt sich dagegen die Frage, an wessen Geschichte sie erinnern. Die Ikonoklasten, über die sich Charles Moorre empört, hassen Britannien nicht, sie wollen einfach nur, dass sich das Land an etwas anderes erinnert. Um eine naheliegende Parallele zu ziehen: Nur weil die Deutschen den Opfern der Nazis der Denkmäler errichteten, heißt nicht, dass sie Deutschland hassen, sondern dass sie eine andere Sicht auf Deutschland als Hitler und seine Mitmassenmörder, und das wollen sie öffentlich verkünden."

Magazinrundschau vom 12.05.2020 - New Statesman

Kann sich Britannien neu erfinden? Vielleicht als dezentralisierter Staat? Für Paul Collier zeigt die Coronakrise die Nachteile eines Landes, das ganz auf seine Hauptstadt zugeschnitten ist: "Das Versäumnis, Coronatests in großem Umfang zur Verfügung zu stellen, hat vor allen einen Grund: unser nationales Testzentrum, das Public Health England untersteht und das vor allem seinem Instinkt folgt, sein Monopol zu wahren. Das ist angeblich von der Wissenschaft gedeckt, aber tatsächlich ein Beispiel für interessegeleitetes Denken: Menschen überzeugen sich von dem, was am besten für sie selbst ist. Die Wissenschaftler dort wollten den perfekten Test entwickeln, und um das zu erreichen, zielten sie darauf, alle anderen Organisationen daran zu hindern, eigene Tests zu entwickeln oder sie durchzuführen. Dabei hat Britannien ein hervorragendes Netzwerk an Universitäten mit Abteilungen, die für beides bestens ausgestattet sind - sie wollten auch, bekamen aber keine Erlaubnis. Der peinliche Vergleich dazu ist Deutschland: Eben weil das Land keine zentralisierte Testbehörde hat, konnte es so schnell seine Kapazitäten hochfahren, keine Institution beharrte auf ihrem Monopol. Immer wieder wird bei uns der Geist von Dünkirchen beschworen, was uns offenbar sagen soll, dass wir da zusammen durch müssen. Aber die wahre Lektion von Dünkirchen ist, dass die Monopole des zentralisierten Staates unsere Armee nicht von den französischen Stränden retten konnten. Das gelang erst, als Churchill in seiner Verzweiflung die Aufgabe an Freiwillige übergab."

Weiteres: John Burnside betrachtet die Hirsche vor seinem Fenster. Der mit Boris Johnson zu neuen konservativen Höhen schwebende John Gray entdeckt jetzt für sich Machiavelli und die Einsicht, dass es einen Staat ruinieren würde, wenn seine führende Köpfe christliche Tugenden befolgen.
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Magazinrundschau vom 07.04.2020 - New Statesman

Im New Statesman sagt John Gray das Ende der Globalisierung voraus. Die EU habe ja schon ihre Schwäche gezeigt und werde bald ganz von China und Russland abhängig sein. Britannien dagegen sieht er für die Zukunft bestens gewappnet: "Der einstmals beeindruckende britische Staat wird rasch neu erfunden, und zwar in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Mit den vom Parlament genehmigten Notstandsbefugnissen hat die Regierung die wirtschaftliche Orthodoxie aus dem Feld geschlagen. Der durch jahrelange schwachsinnige Sparmaßnahmen zerrissene NHS - wie auch die Streitkräfte, die Polizei, die Gefängnisse, die Feuerwehr, die Pflege- und Reinigungsdienste - steht mit dem Rücken zur Wand. Aber durch den edlen Einsatz seiner Mitarbeiter wird das Virus in Schach gehalten werden. Unser politisches System wird intakt überleben. Nicht viele Länder werden so viel Glück haben. Überall kämpfen sich die Regierungen durch die schmale Passage zwischen der Unterdrückung des Virus und dem Zusammenbruch der Wirtschaft. Viele werden stolpern und fallen." Und dann wird die Welt beherrscht von Amerikanern, Chinesen, Russen und - natürlich - Briten!

Magazinrundschau vom 31.03.2020 - New Statesman

Allenthalben wird jetzt das Corona-Trilemma beschworen oder konstruiert, demzufolge auf Bio-Überwachung setzen muss, wer nicht Tausende von Toten oder Monate in Ausgangssperre in Kauf nehmen will. Etliche asiatische Regierungen haben ihre Entscheidung getroffen, konstatiert Jeremy Cliff: "In Singapur, Taiwan und Südkorea können normale Menschen per App die Bewegungen ihrer Mitbürger verfolgen und erhalten Textnachrichten, wenn sich ein Infizierter nähert. Während in China das Leben allmählich zurückkehrt, müssen Stadtbewohner immer wieder ihren persönlichen QR-Code scannen lassen, wenn sie sich bewegen, um zu zeigen, dass sie nicht ihre nach Farben geordneten Restriktionsstufen verletzen." In Europa und den USA empfehlen Forscher ihre neuen Apps noch mit einer freiwilligen Teilnahme". Aber, meint Cliff: "Die Logik des Panopticons besteht nicht darin, zu beobachten, sondern Verhalten zu beeinflussen. Das ist stets der zweite Teil der Bio-Überwachung. Wenn Behörden in Erfahrung gebacht haben, wer das Virus hat, wen diese Menschen infiziert haben und welchem Risiko die Bevölkerung insgesamt ausgesetzt ist, können sie auf Grundlage dieser Informationen handeln. Der Bio-Überwachungsstaat dringt nicht nur in die Privatssphäre ein, er setzt auch Zwangsmaßnahmen durch. Die britischen Corona-Gesetze geben der Regierung die Macht, Häfen und Flughäfen zu schließen oder Wahlen und andere Großveranstaltungen  abzusagen. In Taiwan werden diejenigen, deren Smartphone den Schluss nahelegen, dass sie ihre Quarantäne verletzen, sofort von der Polizei aufgesucht. Israels Notfallmaßnahmen erlauben die Anwendung verhältnismäßiger Gewalt, um Versammlungen aufzulösen. Frankreich erfordert von allen, die ihr Haus verlassen, eine Bescheinigung mit gültigen Gründen. In Polen fordert eine App Menschen unter Quarantäne auf, zu verschiedensten Uhrzeiten Selfies von sich mit genauer Ortung zu senden. Immer noch nicht überzeugt, dass sich quasi-chinesische Szenen in westlichen Städten abspielen können? Die belgische Polizei ließ kürzlich Drohnen über einen Park in Brüssel fliegen, um Spaziergänger nach Hause zu scheuchen."

Magazinrundschau vom 10.03.2020 - New Statesman

Nur Heulen könnte Frances Wilson beim Lesen der Biografie, die Sylvia Topp der ersten Ehefrau George Orwells, Eileen O'Shaughnessy, widmet. Auf Englisch klingt es so prägnant, was Wilson über die neun Jahre ihrer Ehe schreibt: "The making of George Orwell was the breaking of Eileen". Sie war dreißig als sie den aufstrebenden Eric Blair heiratete, alles aufgab und mit ihm in ein 300 Jahre altes Cottage nach Hertfordshire zog: "Während Orwell das Paraffin zum Schreiben brauchte, tippte Eileen seine Manuskripte im Dunkeln ab. Die Küche stand unter Wasser, das Essen schimmelte und Orwell war, seine Tuberkulose verleugnend, ständig krank. In Briefen an ihre Freundin Nora bekannte Eileen, dass sie 'vor Erschöpfung nur noch weinen kann &  Eric beschlossen hat, dass er seine Arbeit nicht unterbrechen darf & sich bitter nach unserer Hochzeit beklagte, dass er in einer Woche nur zwei gute Arbeitstage hatte'. Das, schreibt Topp, seien die glücklichsten Monate ihrer Ehe gewesen. Als die Flitterwochen vorbei waren, zog Orwell in den Spanischen Bürgerkrieg, wo Eileen zu ihm stieß und eine Affäre mit seinem Kommandanten Georges Kopp begann. Das Paar feierte seinen ersten Hochzeitstag im Krankenhaus, wo Orwell sich von einer Schusswunde durch seine Kehle erholte."

Weiteres: Paul Collier bespricht Thomas Pikettys Großschrift "Kapital und Ideologie", der er immerhin die Einsicht verdankt, dass jede Gesellschaft ihre eigene Rechtfertigung für die soziale Ungerechtigkeit findet.

Magazinrundschau vom 21.01.2020 - New Statesman

John Gray haut es Labour um die Ohren, dass ihnen Boris Johnson ausgerechnet nach einer Dekade konservativer Austeritätspolitik ihre Stammklientel abspenstig machen konnte. Die Arbeiterschaft im englischen Nordens auch nach dem Brexit zu halten, wenn Fabriken schließen und Bauern bankrott gehen werden, könnte schwer werden für die Tories - aber leicht, wenn Labour weiter bei dem von Corbyn gesetzten Kurs bleibe: "Als Labours Wähler zu Johnson wechselten, waren sie ebenso von ihren materiellen Interessen motiviert wie von ihrer moralischen Abscheu. Wie Umfragen bestätigen, lehnten sie Labour ab, weil es eine Partei geworden ist, die alles verhöhnt, was ihnen teuer ist. Viele verweisen auf Corbyn Unterstützung für Bewegungen und Regimes, die dem Westen gegenüber offen feindlich gestimmt sind. Viele nannten den Antisemitismus als ein Übel, gegen das ihre Eltern oder Großeltern in den Krieg gezogen sind. Für Wähler aus der Arbeiterschaft hat sich Labour gegen Patriotismus und moralischen Anstand gestellt. Für Corbyn-Anhänger sind diese Werte, so wie sie von der Mehrheit der britischen Bevölkerung betrachtet werden, nur Ausdruck eines falschen Bewusstseins."

Magazinrundschau vom 28.10.2019 - New Statesman

John Gray, Britanniens Kassandra und oberster intellektueller Brexit-Befürworter, hat nach seinen vielen politischen Seitenwechseln ein untrügliches Gespür dafür, woher der Wind weht. Jetzt läuft er zu Hochform auf. Er schmäht die Remainer als Putschisten und totalitäre Rationalisten und beschwört den neuen konservativen Populismus von Boris Johnson und Dominic Cummings: "Entscheidend bei Cummings ist nicht seine angeblich stramm rechte Ideologie. Auch wenn er Bismarcks Staatskunst bewundern mag, ist doch wichtiger, dass für ihn Strategie Vorrang vor jeder Ideologie hat. Darin steckt nichts einmalig Britisches. Obwohl der Begriff der Polit-Technologie zuerst im postkommunistischen Russland aufkam, um die Verwendung neuen Medien im Stile einer militärischen Strategie der Täuschung zu beschreiben, wird sie doch in vielen Ländern praktiziert. Die Verwandlung von Politik in Kriegsführung ist auf die gleiche Art ansteckend, wie einst Freiheit für ansteckend gehalten wurde. Heute sind die Technologen der Macht die wahren Rationalisten. Es ist eine Tatsache, dass sich heute die überlegene Intelligenz auf der Seite der Populisten befindet. Wenn Liberale über Vernunft reden, dann meinen sie einen Mischmasch aus Ideen, die sie an der Uni aufgeschnappt haben. Ein paar Brocken Rawls, Dworkin und Thomas Piketty bilden im Verbund mit ein paar modischen Verschwörungstheorien die Volksweisheit der denkenden Klasse. Rationalität heißt, sich in diesem Sammelsurium modischer Theorien zu ergehen und ewige Wahrheiten über die entscheidenden Kräfte der Politik zu ignorieren. Liberale sind das geworden, was Stuart Mill einst, als er die viktorianischen Tories beschrieb, die 'dümmste Partei' nannte. Dummheit ist in der Politik kein träger Zustand. Sie ist dynamisch, zunehmend und erfindungsreich."

Magazinrundschau vom 22.10.2019 - New Statesman

Geschichte dient immer als "Maske, die sich die Ideologie aufsetzt, wenn sie als Erfahrung durchgehen will", weiß der Londoner Historiker Robert Saunders. Aber wie sich die Brexiteers die Geschichte des britischen Empires zurechtbiegen, kann selbst ihn noch überraschen. Denn die Brexiteers schwelgen nicht in der Erinnerung an imperiale Größe, sondern in der Erinnerung an ihre Kleinheit. "Sie erzählen nicht die Geschichte des großen untergegangenen Imperiums, sie erzählen von einer kleinen Insel, die schon immer über ihrer Gewichtsklasse kämpfte, von einem Volk verwegener Freibeuter, die kühn gegen jede Wette gewannen... David Davis erklärte in der Pro-Leave-Dokumentation 'Brexit; The Movie', 'unsere Geschichte ist bis zurück zu Francis Drake eine Geschichte der Händler und Freibeuter. Darin sind wir gut.' Dominic Raab fordert die Briten auf, zu ihrer historischen Rolle als Händler und Freibeuter zurückzukehren'. Eine solche Rhetorik zeigt keinerlei Verständnis für die Rolle, die das Empire tatsächlich in der britischen Handelsgeschichte spielte, wie es neue Märkte gewaltsam aufbrach, die Seerouten sicherte und die Vormacht des britischen Handels durchsetzte. Stattdessen belässt sie es bei vagen Appellen an den Freibeuter-Spirit, an schneidige Briten, die größeren Mächten die Bärte versengten. Das Gerede von Francis Drake erinnert an das elisabethanische Ideal von Piraten, Kaperfahrten und Wagemut, nicht die Kanonenboote und Schlachtschiffe des viktorianischen Zeitalters. So spielt die Rhetorik das Ausmaß der britischen Macht herunter, um leichter den Vergleich mit heute zu schaffen."

Weiteres: Die irische Schriftstellerin Eimear McBride beschwört die Macht des Roman. Shiraz Maher analysiert die Lage in Syrien.

Magazinrundschau vom 03.09.2019 - New Statesman

In Britannien hat sich die Zahl der Studierenden in den vergangenen dreißig Jahren verfünffacht, die Zahl der Bestnoten hat sich vervierfacht, ohne dass viel mehr Geld für die Lehre ausgegeben wurde. In keinem anderen öffentlichen Sektor hat eine so dramatische Expansion jemals so wenig gekostet und so viel erreicht, spottet Harry Lambert in einer Attacke auf den "großen Bildungsbetrug": "Das Wunder ist reine Einbildung. Niemals zuvor verließen in Britannien so viele Studenten die Uni mit einem Abschluss, und niemals bedeuteten die Abschlüsse so wenig. Jedes Jahr produziert Britannien eine Welle von Subprime-Studenten, die alles andere als große Kaliber sind, aber nichtsdestotrotz bestens bewertet wurden. Wie Robert Penhallurick, ein Linguistik-Dozent in Swansea, 2009 vor einem Ausschuss des Unterhauses erklärte, 'mangele es an Courage und an der Bereitschaft, an den langjährigen Standards guter akademischer Arbeit festzuhalten'. Richard Royle, ein Jura-Dozent an der Universität von Central Lancashire, fügte damals hinzu: 'Es gibt eine Verschwörung des Schweigens im akademischen Betrieb.' Wenn die Standards tatsächlich aufrecht erhalten worden wären, erklärte vor zehn Jahren auch Lee Jones, Politik-Dozent an der Queen Mary, 'würden große Teile der Leute, die heute die Universität besuchen, scheitern."

Weiteres: Brendan Simms erinnert an die politischen Anfänge Adolf Hitlers vor hundert Jahren, ohne genau sagen zu können, was das für uns heute bedeutete: "Die Antwort ist alles und nichts."