Stichwort

Holocaust

Rubrik: Magazinrundschau - 20 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Magazinrundschau 09.11.2018 […] Nach dem in den vergangenen Wochen eine Diskussion über die Zukunft des umstrittenen Erinnerungsprojektes der geplanten Holocaust-Gedenkstätte "Haus der Schicksale" entbrannt war, zeigt sich der renommierte Rechtsanwalt András Hanák (Sohn des legendären Historikers und Holocaust-Überlebenden Péter Hanák) skeptisch gegenüber den zwei Trägern des Projektes, nämlich dem ungarischen Staat einerseits und […] Wie wir wissen, lehnt der jetzige ungarische Staat für die Ereignisse nach dem 19. März 1944 die Rechtsnachfolge ab. Für die aus New York stammende Chabad-Gemeinde auf der anderen Seite spielt der Holocaust in ihrem auf die Ankunft des Messias wartenden Gedankensystem eine diametral andere Rolle als für die traditionellen orthodoxen Juden." […]
Magazinrundschau 19.09.2018 […] Publizist Sándor Révész betont den universalen Charakter des Holocaust und plädiert dafür, dass die Holocaust-Erinnerung in Ungarn nicht gänzlich zu einer Angelegenheit der jüdischen Gemeinden wird: "Es sollte auch nicht beklatscht werden, wenn die Scheinheiligen des Regierungslagers mit gespaltener Zunge bei allen möglichen Anlässen den Holocaust als Tragödie der ungarischen Nation deklarieren und betonen […] Deportierten keine Opfer. Als wären neunzig Prozent der Opfer des Holocaust ohne ungarische Staatsbürgerschaft weniger Opfer, als jene, die durch den ungarischen Staat und durch den von Viktor Orbán wiederholt angepriesenen Staatsmann, Miklós Horthy, an die Henker ausgeliefert wurden. Wer über die tragischen Erkenntnisse des Holocaust in Ungarn sprechen will, der sollte nicht die nationale Zugehörigkeit […]
Magazinrundschau 18.08.2017 […] Auf der Berlinale fand Ferenc Töröks stilles Holocaust-Drama "1945" nur bei den Fachblättern wie Variety und Hollywood Reporter internationale Beachtung. Der Szegeder Kulturwissenschaftler Miklós Sághy glaubt jedoch, dass der Film und die ihm zugrunde liegende Novelle "Heimkehr" von Gábor Szántó durchaus Bedeutung haben werden für die ungarische Erinnerungskultur: "Das grundsätzliche Verdienst des […] des Films und der Novelle ist, dass sie das Begreifen und die Aufarbeitung des kollektiven Traumas ermöglichen können, da sie den Holocaust als organischen Bestandteil der ungarischen Geschichte zeigen ... Sie schieben die Verantwortung nicht auf die Deutschen, nicht auf die Großmächte, und sie zeigen die Ereignisse auch nicht als das unbegreifliche Toben des universalen Bösen, sondern als Entwicklung […]