Stichwort

Holocaust

406 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 28
9punkt 19.07.2019 […] Judenmord solle durchaus erforscht werden, so beteuert Wiatrowich nun, und die polnischen Gesetzentwürfe, Äußerungen über eine mögliche Mitschuld von Polen am Holocaust zu bestrafen, bezeichnet er als 'destruktiv'. Aber es sei ebenso notwendig, den Holocaust in die Gesamtgeschichte der Ukraine im Zeitalter der beiden totalitären Regime einzubetten. Das Verhalten der Menschen im Zweiten Weltkrieg lasse sich […] für die im Zweiten Weltkrieg im ukrainischen Babij Jar 65.000 Ermordeten ist längst überfällig, schreibt in der NZZ der Historiker Bert Hoppe. Aber es gibt Einwände gegen das geplante Babij Jar Holocaust Memorial Center: Auf einem jüdischen Friedhof baue man nicht, heißt es; das Projekt werde zudem von russlandnahen ukrainischen Milliardären unterstützt, klagt Wolodomir Wiatrowich, Leiter des ukrainischen […]
Efeu 25.01.2019 […] vermag Spielberg das beste sinnliche Simulakrum des Holocaust zu schaffen, das bisher über die Leinwand lief", erklärt Beatrice Behn in der FAZ. "Dennoch ist kein Film zu diesem Thema ohne Ambiguität. Sobald sich Spielberg vom Geschichtlichen löst, wird es problematisch. Es sind die doppelten Bilder, Zwischentöne und vor allem, dass er den Holocaust als Geschichte der Lebenden, nicht der Toten erzählt […] erzählt. Es ist die Ausnahme, die Idee des guten Deutschen und der Juden, die dem Holocaust entkommen, die das Werk zum Problem machen. Vor allem weil es in seiner Vehemenz, aber vor allem seiner Popularität noch immer für sich allein steht." Philipp Stadelmaier sichtet den Film für die SZ mit dem heutigen Wissen um die bildpolitischen Kontroversen, die um den Film geführt wurden, neu - und erblickt in […]
Magazinrundschau 09.11.2018 […] Nach dem in den vergangenen Wochen eine Diskussion über die Zukunft des umstrittenen Erinnerungsprojektes der geplanten Holocaust-Gedenkstätte "Haus der Schicksale" entbrannt war, zeigt sich der renommierte Rechtsanwalt András Hanák (Sohn des legendären Historikers und Holocaust-Überlebenden Péter Hanák) skeptisch gegenüber den zwei Trägern des Projektes, nämlich dem ungarischen Staat einerseits und […] Wie wir wissen, lehnt der jetzige ungarische Staat für die Ereignisse nach dem 19. März 1944 die Rechtsnachfolge ab. Für die aus New York stammende Chabad-Gemeinde auf der anderen Seite spielt der Holocaust in ihrem auf die Ankunft des Messias wartenden Gedankensystem eine diametral andere Rolle als für die traditionellen orthodoxen Juden." […]
Magazinrundschau 19.09.2018 […] Publizist Sándor Révész betont den universalen Charakter des Holocaust und plädiert dafür, dass die Holocaust-Erinnerung in Ungarn nicht gänzlich zu einer Angelegenheit der jüdischen Gemeinden wird: "Es sollte auch nicht beklatscht werden, wenn die Scheinheiligen des Regierungslagers mit gespaltener Zunge bei allen möglichen Anlässen den Holocaust als Tragödie der ungarischen Nation deklarieren und betonen […] Deportierten keine Opfer. Als wären neunzig Prozent der Opfer des Holocaust ohne ungarische Staatsbürgerschaft weniger Opfer, als jene, die durch den ungarischen Staat und durch den von Viktor Orbán wiederholt angepriesenen Staatsmann, Miklós Horthy, an die Henker ausgeliefert wurden. Wer über die tragischen Erkenntnisse des Holocaust in Ungarn sprechen will, der sollte nicht die nationale Zugehörigkeit […]